December 20, 2017 / 3:16 PM / 7 months ago

Bundesregierung besorgt über Rolle des Iran im Jemen

New York (Reuters) - Die Bundesregierung hat sich besorgt über die Rolle des Iran im Krieg im Jemen geäußert.

A missile that the U.S. Department of Defense says is a "Qiam" ballistic missile manufactured in Iran and that the Pentagon says was fired by Houthi rebels from Yemen into Saudi Arabia on July 22, 2017 is seen on display at a U.S. military base in Washington, U.S. December 13, 2017. Picture taken December 13, 2017. REUTERS/Jim Bourg

Der jüngste Bericht des UN-Generalsekretärs enthalte deutliche Anhaltspunkte, dass der Iran in den Raketenbeschuss ziviler Ziele in Saudi-Arabien durch Huthi-Rebellen im Juli und im November verwickelt sei, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. “Außerdem enthält der Bericht Hinweise, die nahelegen, dass der Iran für verschiedene Waffentransfers in den Jemen auf dem Seeweg verantwortlich ist.” Ähnlich hatten sich zuvor die USA mit Blick auf den jüngsten Raketenangriff am Dienstag geäußert. Die auf Riad abgefeuerte Rakete trage alle Kennzeichen früherer Angriffe mit Waffen, die vom Iran zur Verfügung gestellt seien worden, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley. Der Iran bestreitet die Vorwürfe.

Die Bundesregierung verurteilte auch den jüngsten Beschuss aufs Schärfste. “Es kann keine Rechtfertigung für einen solchen Akt geben”, sagte Seibert. “Wir appellieren erneut an alle Parteien des Konflikt im Jemen, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen, die Kampfhandlungen unverzüglich einzustellen, politische Gespräche wiederzubeleben und die Blockade für humanitäre Hilfe (...) vollständig aufzuheben.” Ein Ausweg aus der Krise sei nur auf diplomatischem Wege zu finden.

USA FORDERN REAKTION DES UN-SICHERHEITSRATES

US-Botschafterin Haley forderte den UN-Sicherheitsrat zu einer Reaktion auf. “Wir müssen alle zusammenarbeiten, um die Verbrechen der Regierung in Teheran offenzulegen, und alles tun, was nötig ist, um sicherzustellen, dass sie die Botschaft verstehen”, sagte sie. “Wenn wir das nicht tun, wird der Iran die Welt tiefer in einen sich ausweitenden Regionalkonflikt ziehen.” Allerdings dürfte es schwierig werden, die Vetomächte Russland und China zu überzeugen, dass ein Eingreifen des UN-Sicherheitsrats nötig ist.

Saudi-Arabien hatte zuvor eine Rakete aus dem Jemen abgefangen, die den Süden der Hauptstadt Riad treffen sollte. Es ist nicht das erste Mal, dass die Huthi-Rebellen mit Flugkörpern das Nachbarland ins Visier nehmen. Anfang November hatte Saudi-Arabien eine Rakete in der Nähe des Flughafens von Riad abgefangen. Schon damals wuchs die Furcht, dass der Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran in einen direkten Konflikt umschlagen könnte.

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition erklärte unterdessen, sie werde den von den Huthis kontrollierten Hafen von Hodeidah einen Monat lang für humanitäre Lieferungen offen halten. Auch Schiffe mit Treibstoff dürften so lange passieren. Die Militärkoalition hat die Häfen und Flughäfen im Jemen unter Kontrolle. Hodeidah ist der Hauptanlaufpunkt für Hilfslieferungen im Jemen. Saudi-Arabien wirft den Huthis jedoch vor, über den Hafen auch Waffen ins Land zu bringen. In dem seit 2015 andauernden Konflikt wurden mehr als 10.000 Menschen getötet.

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