August 23, 2009 / 2:30 PM / 10 years ago

Jemens Regierung: 100 Rebellen bei Kämpfen im Norden getötet

Sanaa (Reuters) - Jemens Militär hat nach eigenen Angaben die Leichen von 100 schiitischen Rebellen im Norden des Landes entdeckt.

Die Toten gehörten zu den Huthi-Rebellen und seien außerhalb der Stadt Haraf Sufjian gefunden worden, teilte die Regierung am Sonntag mit. Offenbar hätten die Aufständischen vor den heftigen Kämpfen in der Stadt zu fliehen versucht und seien dabei gestellt worden. Auch zwei Anführer seien ums Leben gekommen. Ein Sprecher der nach ihrem Stammesführer Abdul-Malik al-Huthi benannten Aufständischen erklärte, die Totenzahl sei zu hoch.

Im überwiegend von Sunniten bewohnten Jemen kämpft die Regierung im Süden gegen Angehörige des Islamisten-Netzwerks Al-Kaida sowie gegen separatistische Bestrebungen. In der nördlichen Bergregion an der Grenze zu Saudi-Arabien hat das Militär kürzlich eine Offensive gegen Rebellen gestartet, die zur schiitischen Gemeinschaft der Zaiditen gehören. Die Bedingungen einer von der Regierung vorgeschlagenen Waffenruhe lehnten die Aufständischen ab.

Im Jemen wurden Ende Juni mehrere Deutsche entführt. Zwei deutsche Krankenschwestern und eine südkoreanische Lehrerin wurden kurze Zeit später im Norden erschossen aufgefunden. Von einer Familie aus Sachsen und einem Briten fehlt weiter jede Spur. Das mit den USA verbündete Nachbarland Saudi-Arabien fürchtet, dass der Jemen zu einer Basis für Al-Kaida-Extremisten wird, was die gesamte Region destabilisieren könne.

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