September 17, 2008 / 1:19 PM / 11 years ago

16 Tote bei Anschlag auf US-Botschaft im Jemen

Smoke is seen billowing outside the U.S. embassy in Sanaa September 17, 2008. A car bomb set off a series of explosions outside the heavily fortified embassy in Yemen on Wednesday and a Yemeni security source said at least 16 people, including six attackers, were killed. REUTERS/Yemen News Agency/Handout (YEMEN).

Sanaa/Berlin (Reuters) - Bei einem Anschlag auf die US-Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind am Mittwoch 16 Menschen getötet worden.

Nach Angaben des Innenministeriums zählen neben sechs Attentätern auch sechs jemenitische Soldaten und vier Passanten zu den Toten. Die Selbstmord-Attentäter hätten versucht, das stark gesicherte Tor zur Botschaft mit zwei mit Sprengstoff beladenen Wagen zu durchbrechen. Am Botschaftsgebäude sei nur geringer Schaden entstanden, alle Angehörigen der Gesandtschaft blieben unverletzt. Deutsche zählen nach ersten Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes nicht zu den Opfern.

Die US-Botschaft bestätigte, dass vor dem Haupteingang des schwer gesicherten Geländes eine Autobombe explodiert sei. Danach habe es mehrere weitere Detonationen gegeben. Augenzeugen berichteten außerdem von einem heftigen Schusswechsel. Das US-Außenministerium erklärte, der Vorfall zeige, dass die Terroristen nicht zögerten, unschuldige Menschen für ihre Ziele zu töten.

Zu der Tat bekannte sich eine Gruppe namens Islamischer Dschihad im Jemen, wie der Fernsehsender Al-Arabija berichtete. Zugleich drohte sie mit Anschlägen auf weitere Botschaften wie die Großbritanniens, Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate.

“Die Bundesregierung verurteilt diesen Anschlag auf das Schärfste”, erklärte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Jens Plötner. Touristen empfiehlt das Auswärtige Amt bei Reisen in den Jemen besondere Vorsicht. Von Reisen in die Provinzen Hadramaut, Marib und Saada wird dringend abgeraten. Auskunft über mögliche, verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für die deutsche Botschaft wollte das Auswärtige Amt nicht geben. Eine Sprecherin erklärte lediglich, die Maßnahmen würden laufend angepasst.

In dem Land an der Südspitze der arabischen Halbinsel hat es in diesem Jahr eine ganze Reihe von Anschlägen militanter Islamisten gegeben. Im März verfehlte eine Granate die US-Botschaft in Sanaa und verletzte 13 Mädchen in einer nahe gelegenen Schule. Zu der Tat bekannte sich eine Gruppe mit Verbindungen zu Al-Kaida. Nach einem Angriff auf eine Wohnanlage ordnete die US-Regierung im April an, dass der Großteil ihrer Mitarbeiter das Land verlassen solle.

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