January 31, 2019 / 10:39 AM / 21 days ago

Studie - USA und China einsame Spitze bei Künstlicher Intelligenz

A customer takes a picture as robotic arms collect pre-packaged dishes from a cold storage, done according to the diners' orders, at Haidilao's new artificial intelligence hotpot restaurant in Beijing, China, November 14, 2018. Picture taken November 14, 2018. REUTERS/Jason Lee TPX IMAGES OF THE DAY

Genf (Reuters) - Im weltweiten Rennen um die Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz (KI) liegen die USA und China deutlich vorne.

Hinter amerikanischen und asiatischen Konzernen spielen in diesem Feld aber auch Siemens und Bosch im Konzert der Großen mit. Das zeigt eine am Donnerstag vorgestellte Studie der UN-Organisation für geistiges Eigentum (WIPO). Sie basiert auf einer Auswertung von internationalen Patentanmeldungen, wissenschaftlichen Publikationen, Rechtsstreitigkeiten und Firmenübernahmen. Nach Worten von WIPO-Chef Francis Gurry haben sich die Vereinigten Staaten und die Volksrepublik in der KI mittlerweile von der restlichen Konkurrenz abgesetzt. “Sie liegen in diesem Feld einsam an der Spitze, was die Zahl der Anmeldungen und die wissenschaftlichen Veröffentlichungen angeht”, erläuterte er auf einer Pressekonferenz.

Der Untersuchung zufolge verfügt der amerikanische IT-Dienstleister IBM mit 8.920 Patenten über das größte KI-Portfolio, gefolgt vom heimische Rivalen Microsoft mit 5.930 Patenten. Unter den führenden 20 Unternehmen befinden sich neben einem Dutzend Technologiegiganten aus Japan wie etwa Toshiba, NEC und Fujitsu auch die deutschen Branchengrößen Siemens und Bosch. China stellt 17 der 20 führenden akademischen Einrichtungen, die bei der KI-Patentierung eine Rolle spielen, und ist besonders stark im Teilbereich des sogenannten Deep Learning. Darunter versteht man Technologien, die Lernprozesse bei Maschinen ermöglichen, zum Beispiel Spracherkennungssysteme.

Die USA und China befinden sich derzeit in einem Handelsstreit, der die Weltkonjunktur belastet. Die Regierung in Washington wirft der Volksrepublik unter anderem vor, mit unfairen Mitteln den Technologievorsprung von US-Firmen zu torpedieren und geistiges Eigentum zu stehlen. Am Donnerstag wollten beide Seiten ihre Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts in Washington fortsetzen. Daran teilnehmen sollten unter anderem US-Präsident Donald Trump und der chinesische Vize-Ministerpräsident Liu He. Gurry sagte, ihm seien die Vorwürfe an die Adresse der Chinesen bewusst. Er unterstrich zugleich aber deren Anstrengungen beim geistigen Eigentum. So verfüge China über das größte Patentamt der Welt sowie die höchste Zahl an Patentanmeldungen.

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