May 8, 2019 / 1:14 PM / 2 months ago

Nachrichtengeschäft schiebt Thomson Reuters an

A Thomson Reuters logo is pictured on a building during the World Economic Forum (WEF) annual meeting in Davos, Switzerland January 25, 2018. Picture taken January 25, 2018. REUTERS/Denis Balibouse

New York (Reuters) - Der Medien- und Datenkonzern Thomson Reuters hat vor allem dank seines Nachrichtengeschäfts den Umsatz gesteigert.

Die Erlöse erhöhten sich im ersten Quartal um acht Prozent auf 1,49 Milliarden Dollar, wie der Mutterkonzern der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch mitteilte. In eben dieser Sparte Reuters News konnten die Erlöse auf 155 Millionen Dollar mehr als verdoppelt werden. Hintergrund ist ein Langfristvertrag zur Nachrichten-Belieferung der früheren Finanzmarkt-Sparte von Thomson Reuters, die 2018 in einem Milliardengeschäft mit der Beteiligungsgesellschaft Blackstone ausgegliedert wurde und inzwischen eigenständig unter dem Namen Refinitiv firmiert. Reuters News versorgt Refinitiv 30 Jahre lang mit Nachrichten.

Um Währungseffekte bereinigt konnten Anfang 2019 alle Thomson-Reuters-Sparten zulegen. Zu dem Unternehmen, das von der kanadischen Familie Thomson kontrolliert und aus einer Fusion mit der britischen Nachrichtenagentur Reuters hervorgegangen ist, gehört auch das Geschäft mit juristischen Informationen (Legal) oder mit Angeboten zu Steuern und Rechnungswesen (Tax & Accounting). Der Konzern steckt mitten in einem Umbau, bei dem auch durch Zukäufe die nach dem Verkauf der Finanzmarkt-Sparte verbliebenen Geschäftsteile gestärkt werden sollen. Zugleich läuft konzernweit ein großangelegter Stellenabbau, um Kosten zu sparen.

Den Gewinn pro Aktie steigerte das Unternehmen zu Jahresbeginn deutlich stärker als am Markt erwartet: Pro Aktie ergaben sich 36 Cent, was einem Plus von 29 Prozent entspricht, allerdings auch begünstigt durch die jüngsten Aktienrückkäufe. Insgesamt ging der um besondere Verkaufserlöse bereinigte operative Gewinn um acht Prozent auf knapp 400 Millionen Dollar zurück, unter anderem wegen der Umbaukosten. Konzernchef Jim Smith bekräftigte das Ziel, den Umsatz 2019 ohne Währungseffekte um sieben bis 8,5 Prozent zu steigern und 2020 eine Wachstumsrate von etwa der Hälfte dieses Werts zu erzielen.

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