Reuters logo
Hurrikan "Maria" bedroht US-Gebiet Puerto Rico
19. September 2017 / 05:06 / vor einem Monat

Hurrikan "Maria" bedroht US-Gebiet Puerto Rico

Ponce (Reuters) - Der Wirbelsturm “Maria” hat auf der Karibikinsel Dominica schwere Zerstörungen angerichtet und bewegt sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 km/h auf Puerto Rico zu.

Hurricane Maria is shown in the Atlantic Ocean in this NOAA's GOES East satellite as it strengthened to a Category 3 hurricane just east of the Leeward Islands at 10:45 a.m. EDT (1445 UTC) on September 18, 2017. Courtesy NASA/NOAA GOES Project/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY.

Das US-Hurrikanzentrum NHC stufte den Sturm in die höchste Kategorie 5 ein, die erst vor zwei Wochen der katastrophale Hurrikan “Irma” erreicht hatte. “Maria” wird voraussichtlich in der Nacht zum Mittwoch neben Puerto Rico auch die Amerikanischen Jungferninseln erreichen. Die Region, in der mehrere Millionen Menschen leben, kämpft immer noch mit den Auswirkungen von “Irma”, der die Karibik und den US-Bundesstaat Florida heimgesucht hatte. Durch “Irma” waren über 80 Menschen umgekommen.

Der Ministerpräsident der früheren britischen Kolonie Dominica, Roosevelt Skerrit, berichtete auf Facebook von massiven Zerstörungen. Der Sturm habe zahlreiche Dächer weggefegt. Vorrang hätten die Rettungsarbeiten und die Versorgung von Verletzten. Das benachbarte französische Überseedepartement Martinique kam dagegen glimpflich davon. Es gebe keine größeren Schäden, erklärte der Katastrophenschutz in Paris. Unklar war die Lage auf Guadeloupe, weil die Kommunikationskanäle zu der Insel zusammengebrochen sind.

Auf den Jungferninseln und Puerto Rico, die beide zum Territorium den USA gehören, appellierten die Behörden an die Bewohner, sich auf das nahende Unwetter vorzubereiten. Die Bürger sollten bei Familienmitgliedern, Freunden oder in öffentlichen Schutzräumen Zuflucht suchen, erklärte der puertoricanische Gouverneur Ricardo Rossello auf Twitter. Die Regierung der US-Jungferninseln warnte vor Wind in Hurrikanstärke, der acht Stunden lang anhalten soll. Auf der Insel St. Croix würden die meisten Bewohner wochenlang von der Stromversorgung abgeschnitten sein. “Einige Leute werden monatelang keinen Strom haben”, sagte Gouverneur Kenneth Mapp.

STURM AUCH VOR NORDOSTKÜSTE DER USA

Im Atlantik bilden sich in diesem Jahr ungewöhnlich viele Unwetter. Nach einer Zählung der NHC-Experten ist “Maria” bereits der siebte Hurrikan in dieser Saison. Auch dem Nordosten der USA stehen stürmische Tage bevor: Dort wird Hurrikan “Jose” voraussichtlich am Mittwoch östlich von New Jersey an der Küste entlang ziehen. Meteorologen warnen vor gefährlichen Wellen und Strömungen. Jose ist allerdings mit Geschwindigkeiten von 120 km/h deutlich schwächer als “Maria”.

Wegen der Zerstörungen haben die Wirbelstürme auch gravierende wirtschaftliche Auswirkungen. “Irma” etwa kostet die Versicherungswirtschaft nach Schätzungen der Ratingagentur Fitch zwischen 25 und 50 Milliarden Dollar. Konkurrent Moody’s hat die versicherten Schäden durch “Irma” und den Hurrikan “Harvey” auf 150 bis 200 Milliarden Dollar beziffert.

Unsere Werte:Die Thomson Reuters Trust Principles
0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below