December 27, 2019 / 11:26 AM / a month ago

Zwölf Tote bei Flugzeugabsturz in Kasachstan

Emergency and security personnel are seen at the site of the plane crash near Almaty, Kazakhstan, December 27, 2019. Emergency Committee of Ministry of Internal Affairs of Kazakhstan/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. NO RESALES. NO ARCHIVES. PICTURE TIMESTAMP IS WATERMARKED FROM SOURCE

Almaty (Reuters) - Bei einem Flugzeugabsturz in Kasachstan sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen.

Dutzende Personen kamen in teils kritischem Zustand in Krankenhäuser. Die Behörden in Kasachstan waren zuvor von 15 Toten ausgegangen. Eine Sprecherin des Gesundheitsamtes der Wirtschaftsmetropole und früheren Hauptstadt Almaty korrigierte die Zahl später nach unten. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Die Regierung hält sowohl einen Pilotenfehler als auch einen technischen Defekt für möglich, wie der stellvertretende Regierungschef sagte. Präsident Kassym Jomart Tokajew setzte eine Expertenkommission zur Aufklärung des Unglücks unter Leitung von Ministerpräsident Askar Mamin ein.

Die Maschine vom Typ Fokker 100 hat den örtlichen Behörden zufolge noch während des Starts in Almaty an Höhe verloren. Das Flugzeug habe eine Betonmauer durchbrochen, bevor es in ein zweistöckiges Gebäude gekracht sei. Zu dem Zeitpunkt habe dichter Nebel geherrscht. An Bord der Maschine von Bek Air seien 93 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder gewesen. Unter den Toten sei auch der Flugkapitän, teilte das Innenministerium mit. Das Flugzeug war auf dem Weg in Kasachstans Hauptstadt Nursultan.

Sie habe eine furchtbares Geräusch gehört, bevor das Flugzeug an Höhe verloren habe, sagte eine Überlebende. “Es war wie in einem Film: Schreie, Gebrüll und weinende Menschen.” Ein anderer Überlebender sagte der Zeitung “Wremja”, das Flugzeug habe kurz nach dem Start angefangen zu wackeln. “Es hatte den Anschein als habe es keine Kontrolle über das Flugzeug gegeben.”

Die Ursache des Unglücks war noch unklar. Die Behörden erteilten Bek Air und Fokker-100-Maschinen Flugverbot. Bek Air erklärte, auf Informationen der Ermittler am Unglücksort zu warten.

Der kasachische Präsident Tokajew sprach den Opfern und ihren Angehörigen sein Beileid aus. “Die Verantwortlichen werden harte Strafen erhalten, im Einklang mit dem Gesetz”, schrieb er auf Twitter. Er ordnete für den 28. Dezember Staatstrauer an. Der Regierung zufolge wurde das verunglückte Flugzeug 1996 gebaut und erhielt zuletzt im Mai 2019 eine Flugerlaubnis.

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