June 25, 2017 / 8:40 AM / 2 years ago

Erdogan nennt Forderungen von Golfstaaten an Katar unrechtmäßig

Turkey's President Tayyip Erdogan greets his supporters as he leaves a mosque after the Eid al-Fitr prayers in Istanbul, Turkey, June 25, 2017. REUTERS/Murad Sezer - RTS18ISW

Istanbul (Reuters) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Forderungen Saudi-Arabiens und anderer arabischer Staaten zur Beendigung der Blockade von Katar als unrechtmäßig bezeichnet.

Das Vorgehen verstoße gegen das Völkerrecht, sagte Erdogan am Sonntag. Die Souveränität eines Landes dürfe nicht verletzt werden. Bahrain bekräftigte dagegen die Forderungen an Katar. Dadurch solle unter anderem die Unterstützung von Terrororganisationen gestoppt werden. Die Regierung in Katar hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Sie sicherte jedoch eine Prüfung der Forderungen zu.

Er unterstütze den Umgang Katars mit den von seinen Nachbarn gestellten Bedingungen, sagte Erdogan. Die Türkei werde nicht, wie verlangt, ihren Militärstützpunkt in Katar schließen. Sein Land habe vielmehr auch Saudi-Arabien angeboten, dort einen Stützpunkt aufzubauen, aber nie eine klare Antwort erhalten. Seit der See- und Luftblockade Katars durch die Nachbarstaaten hat die Türkei 100 Frachtflugzeuge mit Gütern in das Emirat entsandt. Auch verstärkte die Regierung in Ankara ihre Militärbasis dort.

Der Emir von Katar beriet am Samstag mit dem Chef des US-Energiekonzerns Exxon Mobil über die Lage. Das Land ist der größte Exporteur von Flüssiggas. Die US-Regierung hat sich in dem Konflikt widersprüchlich geäußert. Während Präsident Donald Trump Katar die Unterstützung von Terrorismus vorwarf, stellte das vom früheren Exxon-Chef Rex Tillerson geführte Außenministerium die Motive für den Boykott infrage.

Die Regierung in Doha hat die an sie gestellten 13 Forderungen als unrealistisch und nicht umsetzbar zurückgewiesen. Von ihr wird unter anderem verlangt, den Fernsehsender Al-Jazeera zu schließen und die Verbindungen zum Iran - dem Erzfeind Saudi-Arabiens - einzuschränken. “Die Forderungen zielten darauf ab, den Ländern der Region Stabilität zu bringen, sich nachdrücklich gegen ausländische Interventionen zu stellen und die Unterstützung von Terrororganisationen zu beenden”, hieß es am Sonntag in einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Bahrains.

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