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Weltnachrichten

Hoffnung auf friedlichen Machtwechsel in Kirgistan - Staatschef tritt ab

People attend a rally to demand the resignation of Kyrgyzstan's President Sooronbai Jeenbekov in Biskek, Kyrgyzstan October 14, 2020. REUTERS/Vladimir Pirogov

Bischkek (Reuters) - Der Weg für einen friedlichen Machtwechsel in der einstigen Sowjetrepublik Kirgistan scheint mit der Rücktrittserklärung des umstrittenen Präsidenten Sooronbai Scheenbekow nun frei zu sein.

Er erklärte am Donnerstag, er wolle mit seinem Rückzug Blutvergießen vermeiden. Auslöser jüngster Unruhen war die Parlamentswahl vom 4. Oktober, bei der offenkundig Ergebnisse gefälscht und das Lager des Präsidenten zum Sieger erklärt wurde. Nachdem Scheenbekok zunächst auf eine Politik der harten Hand und den Einsatz des Militärs gesetzt hatte, lenkte er vor dem Hintergrund eines drohenden Bürgerkriegs am Mittwoch ein und bestätigte den vom Parlament gewählten nationalistischen Politiker Sadyr Schaparow als neuen Ministerpräsidenten.

Schaparow war erst vergangene Woche von seinen Anhängern aus dem Gefängnis geholt worden, nachdem ein Gericht eine gegen ihn verhängte langjährige Haftstrafe aufgehoben hatte. Ihm war vorgeworfen worden, bei Protesten im Jahr 2013 einen hochrangigen Staatsvertreter als Geisel genommen zu haben. Kirgistan ist ein enger Verbündeter Russlands, das in dem Land einen Luftwaffenstützpunkt unterhält.

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