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Weltnachrichten

Kirgistans Präsident - Gegner wollen illegal Macht übernehmen

People protesting against the results of a parliamentary election stand in front of the government headquarters which has been taken over in Bishkek, Kyrgyzstan, October 6, 2020. REUTERS/Vladimir Pirogov

(Reuters) - Der kirgisische Präsident Sooronbai Scheenbekow hat die teils gewaltsamen Proteste nach der Parlamentswahl als Versuch einiger Gegner bezeichnet, illegal die Macht zu übernehmen.

Er rief seine politischen Opponenten am Dienstag auf seiner Website auf, die öffentlichen Protesten zu beenden. Er habe die Sicherheitskräfte angewiesen, nicht zu schießen. Scheenbekow bekräftigte seine Bereitschaft, das Wahlergebnis vom Sonntag für nichtig zu erklären. Medienberichten zufolge waren Demonstranten in der Nacht zu Dienstag in der Hauptstadt Bischkek in das Gebäude eingedrungen, das das Parlament und den Amtssitz des Präsidenten beherbergt. Einige hätten den ehemaligen Regierungschef Almasbek Atambajew aus der Haft befreit, der dieses Jahr wegen Korruptionsvorwürfen verurteilt worden war. Bei der Wahl soll es zu Manipulationen und Stimmenkauf gekommen sein.

Auch in anderen Städten des zentralasiatischen Landes kam es zu Protesten, nachdem die ersten Wahlergebnisse bekannt wurden, wonach zwei Scheenbekow nahestehende Parteien gewonnen haben. Die russische Nachrichtenagentur RIA meldete unter Berufung auf eine Sprecherin des Präsidenten, dieser halte sich in Bischkek auf und habe nach wie vor die Kontrolle. Die Wahlkommission schloss der Nachrichtenwebsite 24.kg zufolge nun nicht aus, dass es eine erneute Abstimmung geben könnte.

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