November 6, 2011 / 2:43 PM / 9 years ago

Kolumbianische Farc schwört Rache nach Tod von Anführer

Colombian rebel Alfonso Cano, chief ideologist of the Revolutionary Armed Forces of Colombia (FARC), speaks at a news conference near San Vicente del Caguan, February 2, 2001.

Bogota (Reuters) - Die kolumbianischen Farc-Rebellen haben Rache für die Tötung ihres Anführers geschworen.

Der bewaffnete Kampf gegen die Regierung werde fortgesetzt, teilte die Organisation am Wochenende im Internet mit. Die Rebellen wiesen damit auch einen Aufruf von Präsident Juan Manuel Santos zurück, die Waffen niederzulegen und den Frieden zu suchen. Gleichwohl nährte der überraschende Tod des 63-jährigen Farc-Chefs Alfonso Cano die Hoffnung vieler Kolumbianer, dass sich der Bürgerkrieg nach knapp 50 Jahren einem Ende nähern könnte.

Die Tötung des Farc-Anführers ist ein Erfolg für Santos, der bei seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr eine harte Linie gegen die Rebellen angekündigt hatte. In einer Fernsehansprache feierte der Präsident den Einsatz als den bislang schwersten Schlag gegen die Farc in der Geschichte des Landes. “Ich möchte eine klare Botschaft zu jedem einzelnen Mitglied dieser Organisation senden: Legt die Waffen nieder oder ihr endet im Gefängnis oder im Grab.” Es sei nur eine Frage der Zeit, bis endlich Frieden herrsche.

Der Rebellenanführer war nach Regierungsangaben bereits am Freitag bei einem Gefecht getötet worden. Regierungstruppen hatten ein Dschungel-Versteck der Rebellen in der südwestlichen Region Cauca bombardiert. Danach hätten sie mit Hubschraubern Soldaten abgesetzt, um das Gelände nach Farc-Kämpfern abzusuchen. Bei dem anschließenden Feuergefecht sei Cano getötet worden, sagte Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzon. Bilder von Canos Leiche wurden im kolumbianischen Fernsehen gezeigt.

Die Farc, die sich vor allem über den Verkauf von Kokain und Entführungen finanziert, befindet sich in der schwächsten Verfassung seit Jahren. Die wegen ihrer Anschläge, Hinterhalte und Entführungen gefürchteten Rebellen sind durch eine seit 2002 andauernde Militäroffensive zunehmend in die Defensive geraten. Die von den USA ausgebildeten und ausgerüsteten Regierungstruppen sind nunmehr in der Lage, Operationen tief im kolumbianischen Hinterland auszuführen.

Seit dem Beginn der Militäroffensive sind die Auslandsinvestitionen in dem Andenstaat stark angestiegen. Kolumbien ist reich an Öl und anderen Bodenschätzen, allerdings wurden weite Teil des Landes durch die Farc kontrolliert.

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