November 19, 2008 / 2:30 PM / 11 years ago

Tutsi-Rebellen im Osten Kongos räumen Stellungen

Kinshasa (Reuters) - Tutsi-Rebellen im Osten Kongos haben mit der Räumung von Stellungen begonnen.

Seit dem Vorabend hätten sich Hunderte von Kämpfern aus Positionen im Raum Goma zurückgezogen, die sie in den vergangenen Wochen erobert hätten, teilte ein UN-Sprecher am Mittwoch mit. Der Rückzug ist Teil eines Friedensplans der Vereinten Nationen, den ihr Sonderbeauftragter Olusegun Obasanjo am Wochenende zwischen Präsident Joseph Kabila und Rebellenführer Laurent Nkunda vermittelt hatte.

Im UN-Sicherheitsrat bemühte sich Frankreich derweil um eine Aufstockung der Kongo-Friedenstruppe Monuc. Eine Abstimmung über den Antrag sollte möglicherweise am Mittwochabend stattfinden. Der Einsatz zusätzlicher Soldaten und Polizisten könnte den Osten Kongos stabilisieren, werde der Region aber keinen Frieden bringen, sagte UN-Einsatzchef Alan Doss am Dienstagabend. Eine Aufstockung der Truppe um 3000 auf über 20.000 Soldaten könne aber die politischen und diplomatischen Bemühungen um eine Beilegung der Krise unterstützen. Mehr Soldaten könnten zudem für einen wirksameren Schutz der Zivilbevölkerung sorgen.

Präsident Kabila hat bisher direkte Gespräche mit seinem Rivalen Nkunda abgelehnt. Allerdings bemühen sich die UN-Friedenstruppen darum, in den kommenden Tagen Gespräche zwischen Rebellen und Armee zu vereinbaren. Damit sollen der Waffenstillstand ausgeweitet und die Versorgung der notleidenden Zivilisten verbessert werden. Das könnte auch der erste Schritt zum Dialog der Kriegsparteien sein.

Nkunda erhob unterdessen den Anspruch, seine Macht auf das ganze Land auszuweiten. Unter seiner Führung werde die Demokratische Republik Kongo in fünf Jahren für Afrika im UN-Sicherheitsrat sitzen, sagte Nkunda der Wochenzeitung “Die Zeit” laut einem Vorabbericht. Den Tod von 30 Menschen, die seine Kämpfer im Januar mit Hämmern ermordet haben sollen, kommentierte der Rebellenführer mit den Worten: “Ich kann nicht ausschließen, dass manchmal Zivilisten umkamen, vielleicht sind sie ins Kreuzfeuer geraten.”

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