August 13, 2019 / 12:52 PM / 2 months ago

Durchbruch bei der Bekämpfung von Ebola bei Studie im Kongo

Ebola cases have been confirmed in eastern Congo's main city of Goma, close to the border of Rwanda and more than 350 km south of where the outbreak was first detected embed code and instructions: https://reut.rs/2MH1oYo

London (Reuters) - Bei der Bekämpfung des tödlichen Ebola-Virus stehen Wissenschaftler womöglich vor einem Durchbruch.

In einer klinischen Studie im Kongo wurden bei der Behandlung der Patienten mit zwei neuartigen Medikamenten Überlebensraten von bis zu 90 Prozent erreicht. Die beiden Wirkstoffe sollen nun allen Patienten angeboten werden, die sich mit dem Virus bei der jüngsten Ebola-Epidimie im Kongo infiziert haben. “Von nun an werden wir nicht länger sagen, dass Ebola unheilbar ist”, erklärte der Ebola-Einsatzkoordinator der Regierung, Jean-Jacques Muyembe, am Dienstag. “Diese Fortschritte werden dazu beitragen, Tausende von Menschenleben zu retten.”

Die Studie, die im vergangenen November begann, wird von einer internationalen Forschungsgruppe unter Koordination der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgeführt. Dabei wurden die zwei Wirkstoffe - REGN-EB3 vom US-Biotechkonzern Regeneron und der Antikörper mAb114 mit zwei anderen Arzneien - ZMapp von Mapp Biopharmaceutical und Remdesivir vom US-Konzern Gilead Science - verglichen. Letztere sollen nun nicht mehr verwendet werden. Denn in der Studie starben 49 Prozent der Patienten, die ZMapp erhielten, und 53 Prozent jener, die Remdesivir bekamen. Dagegen starben 29 Prozent der REGN-EB3-Patienten und 34 Prozent der Erkrankten, die mit mAb114 behandelt wurden. Von den Patienten, die mit einer geringen Konzentration des Virus im Blut in die Behandlungszentren gebracht wurden, überlebten 94 Prozent bei der Einnahme von REGN-EB3 und 89 Prozent bei mAb114.

Das Ebola-Virus breitet sich seit August 2018 im Ostkongo aus. Der jüngste Ausbruch hat mindestens 1.800 Menschen das Leben gekostet. Beim bislang weltweit größten Ebola-Ausbruch in Westafrika starben zwischen 2013 und 2016 mehr als 11.300 Menschen. Mike Ryan, der Leiter des WHO-Notfallprogramms, sprach von ermutigenden Studienergebnissen. Diese reichten aber nicht aus, um die Epidemie zu beenden. “Die heutige Nachricht ist fantastisch und gibt uns ein neues Werkzeug im Kampf gegen Ebola, sie wird aber Ebola nicht stoppen.” Auch Jeremy Farrer von der britische Stiftung Wellcome Trust erklärte, man werde Ebola zwar wohl nicht loswerden. “Aber wir sollten künftig in der Lage sein zu verhindern, dass diese Ausbrüche zu großen nationalen und regionalen Epidemien werden.”

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