September 20, 2016 / 1:17 PM / 2 years ago

Menschenrechtler - 44 Tote bei Protesten im Kongo

Kinshasa (Reuters) - Bei gewaltsamen Protesten gegen den kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila sind Menschenrechtlern zufolge 44 Menschen getötet worden.

Unter ihnen seien auch sechs Polizisten, wie die Organisation Human Rights Watch (HRW) am Dienstag unter Berufung auf Berichte mitteilte. Ein Vertreter des Innenministeriums bezeichnete die Darstellung als übertrieben und sprach von 17 Toten. Ausgelöst wurden die Proteste am Montag durch eine Entscheidung der Wahlkommission, die im November anstehende Präsidentenwahl zu verschieben. Die Verfassung verbietet Kabila eine erneute Kandidatur. Seine Kritiker sehen in dem Vorhaben einen Versuch Kabilas, länger als erlaubt im Amt zu bleiben. Die Amtszeit Kabilas endet offiziell im Dezember.

Die meisten Menschen seien getötet worden, als Sicherheitskräfte in Gruppen von Demonstranten geschossen hätten, erklärte HRW. Andere seien ums Leben gekommen, als Sicherheitskräfte in der Nacht zu Dienstag Parteibüros angezündet hätten. In weiteren Berichten heiße es, dass die Demonstranten ihrerseits sechs Polizisten und einen Anhänger der Regierungspartei getötet hätten. Außerdem hätten sie mehrere Geschäfte und Polizeiwachen geplündert.

Die Regierung wies den Vorwurf einer Beteiligung der Sicherheitskräfte an den Brandstiftungen zurück. Angesichts der Unruhen strich die Fluggesellschaft Air France am Dienstag ihren Morgenflug nach Kinshasa.

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