August 6, 2011 / 12:21 PM / 8 years ago

Serbische Minderheit im Kosovo lehnt neuen Grenz-Kompromiss ab

Rudare/Pristina (Reuters) - Auch ein neuer Kompromissvorschlag im Grenzkonflikt zwischen dem Kosovo und Serbien droht zu scheitern.

Zur Entspannung der Lage nach den jüngsten Gewaltausbrüchen einigten sich zwar die Regierungen beider Seiten grundsätzlich darauf, dass die Nato bis zu neuen Verhandlungen Mitte September weiterhin zwei umstrittene Grenzposten bewachen soll. Die serbische Minderheit im Kosovo lehnte aber einen Hauptbestandteil des Abkommens ab und weigerte sich die Straßensperren in dem Gebiet abzubauen. “Wir werden auf den Barrikaden bleiben, weil wir als Bürgermeister im Nordkosovo dazu verpflichtet sind, die Meinung der Einheimischen zu respektieren”, sagte Dragisa Milovic, Bürgermeister von Zvecan, einer der größeren Städte in der Region, auf einer Kundgebung vor mehreren hundert Menschen.

Erst am Donnerstag hatte die Regierung des Kosovo einen Vorschlag Serbiens und der Nato-Truppe Kfor zurückgewiesen. Der Grenzkonflikt schwelt bereits seit einigen Wochen. Das Kosovo hatte ein Importverbot für Waren aus Serbien erlassen und damit auf eine entsprechende, schon lange bestehende, Blockade für Güter aus dem Kosovo durch Serbien reagiert. Der Streit war in der vergangenen Woche eskaliert, als serbische Nationalisten Brandsätze auf einen Grenzposten warfen und auf Kfor-Soldaten schossen. Ein Polizist aus dem Kosovo wurde erschossen. Die Nato hat rund 6000 Soldaten im Kosovo, die die Sicherheit im Land gewährleisten sollen.

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