November 4, 2019 / 5:30 PM / 17 days ago

Lettlands Notenbankchef darf trotz Korruptionsprozess zu EZB-Sitzung

Latvia's central bank governor Ilmars Rimsevics, charged with accepting a bribe and awaiting trial, speaks at a news conference in Riga, Latvia June 7, 2019. REUTERS/Ints Kalnins

Jurmala (Reuters) - In Lettland hat der Korruptionsprozess gegen Notenbankchef Ilmars Rimsevics begonnen.

Dem 54-Jährigen wird vorgeworfen, er habe Schmiergelder angenommen und sich eine Urlaubsreise bezahlen lassen. Zum Auftakt des Prozesses am Montag wies Rimsevics die Anschuldigungen erneut zurück. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Gefängnisstrafe. Rimsevics ist als oberster Währungshüter des Euro-Landes Lettland auch Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB). Es ist das erste Mal, dass es zu einem Korruptionsprozess gegen ein EZB-Ratsmitglied kommt. Rimsevics’ Anwälte setzten bei der Verhandlung durch, dass er im Dezember nach Frankfurt zu seiner letzten EZB-Ratssitzung fahren darf, bevor seine Amtszeit endet.

Nach früheren Angaben der lettischen Staatsanwaltschaft wurden unter anderem Bestechungsgelder von Anteilseignern des inzwischen abgewickelten Bankhauses Trasta Komercbanka gezahlt, dem 2016 im Zuge von Geldwäschevorwürfen die Lizenz entzogen wurde. Sie sollen unter anderem 2010 für eine Urlaubsreise auf die russische Halbinsel Kamtschatka aufgekommen sein. Rimsevics hat die Anschuldigungen stets zurückgewiesen.

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