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Weltnachrichten

Türkei bekräftigt Hilfe für libysche Regierung

FILE PHOTO: Turkish President Tayyip Erdogan reacts during a news conference in Ankara, Turkey January 13, 2020. REUTERS/Umit Bektas/File Photo

Istanbul (Reuters) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan fordert mehr Druck auf den abtrünnigen General Chalifa Haftar in Libyen.

“Wir werden al-Serradsch nicht allein lassen”, sagte Erdogan am Freitag nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel in Istanbul mit Blick auf den libyschen Ministerpräsidenten Fajes al-Serradsch. Er bekräftigte, dass die Türkei keine Soldaten nach Libyen geschickt habe. Merkel sagte, es sei sehr wichtig, dass die libysche Militärkommission unter Leitung der UN so schnell wie möglich ihre Arbeit aufnehme. Bei der Berliner Libyen-Konferenz hatten Haftar und al Serradsch in die Kommission eingewilligt, die eine Deeskalation des Konfliktes vorbereiten soll.

Erdogan machte deutlich, dass er Haftar misstraue, der unter anderem von Russland, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt wird. Diese “verhätschelten” Haftar. Er warf dem General und den mit ihm verbündeten Milizen vor, Zivilisten und den Flughafen in Tripolis anzugreifen. “Die Terrororganisationen dürfen nicht wieder stark werden.” Der Krieg in Libyen strahle auf die ganze Mittelmeerregion aus.

Der Präsident wich der Frage aus, ob die Türkei Söldner nach Libyen schicke. Bisher habe die Türkei Militärausbilder in das Land entsandt und damit auf eine Bitte der libyschen Regierung reagiert, sagte Erdogan. Er warf den Unterstützern Haftars vor, diese hätten mehrere tausend Söldner aus Sudan einfliegen lassen, um gegen die Regierung in Tripolis zu kämpfen.

Auf der Libyen-Konferenz in Berlin war vergangenen Sonntag eine Waffenruhe vereinbart worden. Merkel sagte, dass die Kämpfe seit der Konferenz nachgelassen hätten. Sie sprach von einer “fragilen Lage” in Libyen. Anders als Erdogan betonte sie aber, dass Haftar sowohl eine Waffenruhe als auch die Entsendung von Unterhändlern in die gemeinsame libysche Militärkommission zugesagt habe.

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