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Libyens Übergangsführung bedauert Tod Gaddafis
23. Oktober 2011 / 09:34 / in 6 Jahren

Libyens Übergangsführung bedauert Tod Gaddafis

London (Reuters) - Libyens neue Führung hat den Tod des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi bedauert.

Er hätte Gaddafi lieber vor Gericht gesehen, sagte der Chef der Übergangsregierung, Mahmud Dschibril, der BBC am Samstag. Dort hätte Gaddafi erklären sollen, warum er das libysche Volk mehr als 40 Jahre unterdrückt habe. Dschibril fügte hinzu, dass die Übergangsregierung zu einer vom UN-Menschenrechtskommissariat geforderten Untersuchung der Todesumstände bereit sei und dazu auch internationale Beobachter zulassen könne. Nach wie vor ist unklar, wie Gaddafi ums Leben kam. Es gibt auch den Verdacht, dass er gelyncht wurde.

Gaddafi wurde am Donnerstag zunächst in einem Wasserrohr unter einer Straße in der Nähe seiner Heimatstadt Sirte entdeckt und lebend gefangengenommen. Nach Darstellung des Übergangsrates starb Gaddafi später in einem Krankenwagen. Der Fahrer des Wagens sagte allerdings der Nachrichtenagentur Reuters, Gaddafi sei bereits tot gewesen, als er den Körper in Empfang genommen habe. Ein Sprecher des Übergangsrates hatte erklärt, Gaddafi sei ins Kreuzfeuer seiner Anhänger und der Regierungstruppen geraten und dabei getötet worden. Die halbnackte Leiche Gaddafis mit Einschusswunde am Kopf wurde auch noch am Samstag in einem Kühlraum in der Stadt Misrata zur Schau gestellt.

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