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Weltnachrichten

US-Militär beginnt Manöver in Litauen inmitten der Spannungen in Belarus

U.S. Abrams tanks are loaded on rail in Pabrade training ground, Lithuania, May 29, 2020. Picture taken May 29, 2020. REUTERS/Andrius Sytas

Vilnius (Reuters) - Inmitten der Spannungen in Belarus beginnt das US-Militär ein Manöver im Nachbarland Litauen.

Am Freitag sollen US-Soldaten und Panzer nahe der Grenze zu Belarus ankommen und dort zwei Monate bleiben. Die litauische Regierung teilte am Mittwochabend mit, die US-Soldaten kämen aus Polen, um an der seit längerem geplanten Übung teilzunehmen. Dies sei keine Botschaft an die von Russland unterstützte Führung in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Die Militärübung habe “den Charakter der Verteidigung und ist nicht gegen irgendein Nachbarland gerichtet, auch nicht gegen Belarus”.

Die Stationierung der 500 US-Soldaten beginnt nach Angaben der litauischen Armee am Freitag und dauert bis November. Allerdings kommen die US-Soldaten früher im Nato- und EU-Staat Litauen an und sollen dort auch länger bleiben, als die Regierung in Vilnius vor Beginn der Proteste in Belarus angekündigt hatte. Ende Juli hatte Verteidigungsminister Raimundas Karoblis erklärt, ab Mitte September werde es eine zweiwöchige Übung des US-Militärs geben. Dies hatte er Anfang August bekräftigt.

Zusätzlich zu den US-Soldaten sollen nach Angaben des litauischen Militärs bis zu 1000 Soldaten aus Frankreich, Italien, Deutschland, Polen und anderen Ländern an einer jährlichen Übung vom 14. bis 25. September teilnehmen. Unlängst sagte Verteidigungsminister Karoblis, es gebe eine echte Gefahr, dass Russland Truppen nach Belarus schicken könnte.

Dort hat sich Präsident Alexander Lukaschenko nach der Wahl am 9. August zum Sieger erklärt, was unter anderem die EU nicht anerkennt. Seither reißen die Massenproteste gegen die Führung in Minsk nicht ab. Lukaschenko hat Vorwürfe des Wahlbetrugs zurückgewiesen und der Nato vorgeworfen, sie bringe sich in der Nähe der Grenzen seines Landes in Stellung. Die Nato weist dies zurück. Der belarussische Präsident hat zudem erklärt, er werde Russland um militärische Hilfe bitten, sollte das nötig werden.

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