May 3, 2018 / 7:44 AM / 7 months ago

Europas Börsen beenden Gewinnsträhne - Dax unter 12.700 Punkte

FILE PHOTO: The German share prize index (DAX) board and the trading room of Frankfurt's stock exchange (Boerse Frankfurt) are photographed with a circular fisheye lens during afternoon trading session in Frankfurt, Germany, February 23, 2016. REUTERS/Kai Pfaffenbach/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD

Frankfurt (Reuters) - Die Unsicherheiten über den Handelsstreit zwischen den USA und China und durchwachsene Firmenbilanzen haben die Börsen in Europa am Donnerstag belastet.

Der Dax beendete seine Gewinnsträhne und verlor 0,9 Prozent auf 12.690,15 Punkte. Der EuroStoxx50 rutschte um 0,7 Prozent auf 3529,12 Zähler ab. Zwar sei noch nicht absehbar, inwieweit der Streit über US-Zölle Firmen weltweit beeinflusse, sagte Anlagespezialist Alastair George vom Handelshaus Edison Investment Research. Aber die Diskussion sorge für Unklarheit bei Managern und mache strategische Entscheidungen schwerer.

Eine US-Delegation um Finanzminister Steven Mnuchin traf sich mit Vertretern aus China, um einen möglichen Handelskrieg noch zu verhindern. US-Präsident Donald Trump drohte China mit Zöllen im Gesamtvolumen von 150 Milliarden Dollar, die Volksrepublik kündigte ihrerseits Vergeltungsmaßnahmen an. China ist bislang am stärksten von den neuen US-Zöllen auf Stahl- und Aluminium-Produkte getroffen. Trump droht aber auch europäischen Firmen. Eine Ausnahmeregelung endet zum 1. Juni.

An der Wall Street reagierten Börsianer verschnupft auf die Unsicherheiten durch die Zollpolitik. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 1,5 Prozent und zog die Aktienmärkte in Europa weiter nach unten. Der Dollar gewann an Fahrt, dadurch hielt sich der Euro weiterhin unter der psychologisch wichtigen Marke von 1,20 Dollar. “Vor allem für Deutschland als Exportnation ist dies eine positive Entwicklung, denn der schwächere Euro macht deutsche Produkte im Ausland attraktiver”, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader.

ANLEGER BESORGT ÜBER WACHSTUM BEI ADIDAS

Bei den Einzelwerten an der Frankfurter Börse sorgten die Titel von Adidas für Aufsehen. Sie rutschten um 6,8 Prozent ab und waren mit Abstand größter Dax-Verlierer. Der Sportartikelhersteller enttäuschte Anleger mit Aussagen zur künftigen Geschäftsentwicklung. Der Gewinn im Quartal stieg zwar stärker als erwartet, Firmenchef Kasper Rorsted stellte aber ein schwächeres Umsatzwachstum in Europa in Aussicht. Auch aus der Fußball-WM in Russland ergäben sich weniger Chancen als aus dem letzten Wettbewerb in Brasilien.

Die ebenfalls im Dax notierten Aktien von Vonovia büßten 2,6 Prozent ein. Anlegern stießen vor allem Pläne für eine Kapitalerhöhung sauer auf, die wegen einer Übernahme in Schweden benötigt wird. Der Gewinn des Unternehmens legte im vergangenen Quartal zu.

An der Börse in London sackten die Aktien von Smith & Nephew um sieben Prozent ab und waren damit Schlusslicht im “Footsie”. Der Hersteller von künstlichen Hüften und Kniegelenken senkte seine Prognosen nach einem schwachen Jahresauftakt.

In Frankreich stand Thales dagegen hoch im Kurs, die Aktien gingen mit einem Plus von 3,9 Prozent aus dem Handel. Der Rüstungskonzern profitierte von einer höheren Nachfrage nach Radar- und Cybersicherheitssystemen und steigerte seinen Umsatz im Quartal. Gefragt waren in Paris auch die Aktien des Abfall-Entsorgers Veolia. Mit einem Kursplus von 2,6 Prozent waren sie größter Gewinner im Leitindex CAC 40.

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