September 10, 2019 / 7:19 AM / 12 days ago

Schwache China-Daten lasten auf Wall Street

Traders walk past the German share price index DAX graph at Frankfurt's stock exchange in Frankfurt, Germany March 14, 2019. REUTERS/Ralph Orlowski

New York (Reuters) - Wieder aufkeimende Rezessionsängste haben der Wall Street am Dienstag zu schaffen gemacht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte am frühen Nachmittag in New York unverändert auf 26.841 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,2 Prozent auf 2971 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,3 Prozent auf 8065 Punkte.

Genährt wurden die Spekulationen von den stärksten Preissenkungen der chinesischen Industrie seit drei Jahren. Die dortigen Erzeugerpreise fielen im August um 0,8 Prozent. Börsianer werteten dies als Zeichen für die Belastungen der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft durch den Zollstreit mit den USA. Vor diesem Hintergrund trennten sich Anleger unter anderem von US-Chip-Unternehmen, die stark vom China-Geschäft abhängig sind. So verloren die Aktien von Applied Materials und Intel bis zu 1,1 Prozent.

Unterdessen warteten Anleger gespannt auf die alljährliche Präsentation von Apple. Experten rechnen fest damit, dass der Elektronik-Konzern dabei eine neue iPhone-Generation vorstellen wird. Apple-Aktien notierten 0,1 Prozent im Minus bei 214 Dollar. Dem Analysten David Aurelio vom Datenanbieter Refinitiv zufolge haben Apple-Titel in der Vergangenheit am Tag nach der Präsentation eines neuen Smartphone-Modells im Schnitt 1,5 Prozent zugelegt.

Die Titel von Ford rutschten um 2,8 Prozent ab, nachdem die Rating-Agentur Moody’s die Anleihen des Autobauers auf “Ramsch”-Status heruntergestuft hatte. Das Unternehmen stehe großen Herausforderungen durch die Konkurrenz und den Wandel der Branche gegenüber, schrieben die Moody’s-Experten. Sollte der sieben Milliarden Dollar schwere Konzernumbau keine Früchte tragen, müsse mit einer erneuten Herabstufung der Bonität gerechnet werden.

Die Aussicht auf einen Gewinnrückgang schickte Wendy’s auf Talfahrt. Die Aktien der Burger-Kette fielen um knapp zwölf Prozent. Wegen der Kosten für den Aufbau eines Frühstücksangebots rechnet das Unternehmen für 2019 mit einem Rückgang des Reingewinns um 3,5 bis 6,5 Prozent. Bislang hatte es einen Anstieg von 3,5 bis sieben Prozent angepeilt.

In Frankfurt hielt der nahende Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) Anleger in Atem. “Viele haben Angst, jetzt neue Positionen einzugehen und dann auf dem falschen Fuß erwischt zu werden”, führte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners aus. Der Dax ging rund 0,4 Prozent im Plus bei 12.268 Zählern aus dem Handel. Der EuroStoxx50 schloss 0,1 Prozent fester auf 3499 Punkten.

Unter Anlegern gilt als ausgemacht, dass die EZB am Donnerstag den Zins für Einlagen bei der Notenbank senken wird. Uneins sind sie sich dagegen, wie groß der Schritt ausfallen und ob EZB-Chef Mario Draghi zusätzlich eine Wiederaufnahme der Wertpapierkäufe ankündigen wird.

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