June 19, 2018 / 5:46 AM / a month ago

Eskalation im Handelsstreit schickt US-Börsen auf Talfahrt

New York (Reuters) - Die Eskalation im amerikanisch-chinesischen Zollstreit hat am Dienstag auch die New Yorker Börsen auf Tauchstation geschickt.

The German share price index, DAX board, is seen at the stock exchange in Frankfurt, Germany, March 21, 2018. REUTERS/Tilman Blasshofer

Den Anlegern werde immer klarer, dass ihnen das Thema Handelskonflikt noch eine Weile erhalten bleibe, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. “Und dabei besteht die Gefahr, dass wir den Höhepunkt der verbalen Schlammschlacht zwischen den beteiligten Ländern noch nicht gesehen haben.”

Der Dow Jones verlor bis zum frühen Nachmittag in New York 1,2 Prozent auf 24.685 Punkte. Der S&P 500 sank 0,6 Prozent auf 2757 Stellen. Der Nasdaq-Composite büßte 0,8 Prozent auf 7688 Zähler ein. In Frankfurt ging der Dax 1,2 Prozent tiefer auf 12.678 Punkten aus dem Handel, der EuroStoxx50 verlor ebenfalls knapp ein Prozent auf 3435 Zähler.

In dem Handelskonflikt wird der Ton immer rauer: Auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, neue Zölle auf chinesische Waren zu verhängen, reagierte die Regierung in Peking verärgert. China wolle keinen Handelskrieg, habe aber auch keine Angst davor, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Am Nachmittag meldete sich Trumps Handelsberater Peter Navarro zu Wort: In mehreren Gesprächsrunden sei es bisher nicht gelungen, China von seinen “räuberischen Handelspraktiken” abzubringen. Importzölle seien notwendig, um “die Kronjuwelen amerikanischer Technologie und geistigen Eigentums gegen chinesischen Diebstahl zu verteidigen”.

Vor diesem Hintergrund gehörten die in den USA notierten Aktien chinesischer Firmen zu den größten Verlierern. Die Aktien des Amazon-Konkurrenten Alibaba, des Google-Rivalen Baidu und des Einzelhändlers JD.com rutschten um bis zu 4,8 Prozent ab. Die US-Chiphersteller Intel und AMD, die stark vom China-Geschäft abhängen, büßten 1,3 beziehungsweise 2,5 Prozent ein.

Auf den Verkauflisten der Börsianer standen die Anteilsscheine von Tesla. Nach dem holprigen Produktionsstart des neuen Modells macht dem Elektroauto-Pionier nun ein mutmaßlicher Sabotagefall in den eigenen Reihen zu schaffen. In einer E-Mail an alle Mitarbeiter beschuldigt Tesla-Chef Elon Musk einen Angestellten der “umfangreichen und schädigenden Sabotage”. Dabei seien nicht nur Änderungen am Betriebssystem in der Fertigung vorgenommen, sondern auch vertrauliche Daten an nicht genannte dritte Parteien weitergegeben worden. Die Tesla-Aktie brach fast fünf Prozent ein.

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