August 6, 2018 / 7:17 AM / 11 days ago

Dax findet keine Richtung - Linde-Aktien stürzen ab

Frankfurt (Reuters) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag ohne klare Richtung in die neue Woche gestartet.

The German share price index DAX board is reflected in a Dax logo at the German stock exchange in Frankfurt February 25, 2013. REUTERS/Lisi Niesner (GERMANY - Tags: BUSINESS)

Der Dax schwankte zwischen plus 0,8 Prozent und einem Minus von 0,6 Prozent. Bei 12.598 Punkten ging er schließlich einen Tick leichter aus dem Handel. “Geringe Umsätze sorgen für ein starkes Hin und Her, ohne dass es dafür fundamentale Gründe gäbe”, sagte ein Händler. “Das ist alles sehr technisch, Computersysteme testen ihre Range aus.” Der EuroStoxx50 war ebenfalls kaum verändert. Auch an der Wall Street war die Tendenz uneinheitlich. Zum Handelsschluss in Europa lag der Dow Jones auf dem Freitagsniveau, während der S&P 500 und der Nasdaq-Composite minimal höher notierten.

Für Verunsicherung sorgte eine scharfe Kritik an der US-Handelspolitik durch die chinesische Staatspresse. Die USA hätten den internationalen Handel zu einem Nullsummenspiel gemacht, hieß es im Sprachrohr der regierenden Kommunistischen Partei, der “People’s Daily”. Donald Trump gefährde die Glaubwürdigkeit der USA. Davon profitiert die Weltleitwährung, die Anleger im Zweifel anderen Devisen vorziehen. Der Dollar zog an, so dass der Euro zeitweise um etwa einen viertel US-Cent auf 1,1530 Dollar rutschte.

Unter Verkaufsdruck geriet vor allem aber das Pfund Sterling, das auf 1,2923 Dollar von über 1,30 Dollar sank. “Die Stimmen werden immer schriller, die einen ‘harten’ Brexit prognostizieren”, warnte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Jüngstes Beispiel sei Handelsminister Liam Fox, der die Wahrscheinlichkeit eines Brexit ohne eine Regelung der künftigen Beziehungen zur EU auf 60 Prozent taxiere.

Zudem taumelte die türkische Lira von einem Rekordtief zum nächsten. Der Dollar war mit 5,1954 Lira so teuer wie noch nie, der Euro notierte erstmals über sechs Lira. Das entsprach einer Abwertung der türkischen Landeswährung um mehr als zwei Prozent. Wegen des Streits um den inhaftierten US-Pastor Andrew Brunson verhängten die Türkei und die USA Sanktionen gegen Mitglieder der jeweils anderen Regierung. Außerdem brachten die USA eine Überprüfung des zollfreien Zugangs türkischer Firmen zum US-Markt ins Gespräch.

XING LOCKT MIT MITGLIEDERWACHSTUM ANLEGER AN

Unter Druck standen die Papiere von Linde: Der Industriegase-Konzern erwischte mit einem Hinweis auf ein mögliches Scheitern seiner Fusionspläne mit dem US-Rivalen Praxair die Anleger auf dem falschen Fuß. Die Aktien fielen um 7,5 Prozent auf 194,50 Euro. Linde hatte mitgeteilt, die US-Wettbewerbsbehörde stelle höhere Hürden für den geplanten Zusammenschluss und fordere den den Verkauf weiterer Unternehmensteile. In New York rutschten die Praxair-Aktien um etwa vier Prozent ab.

Auf der Gewinnerseite standen BMW, die nach einer Hochstufung durch die Analysten von JP Morgan auf “neutral” von “underweight” 1,4 Prozent zulegten. Auch die Aktien anderer Autobauer und Zulieferer holten etwas auf. Gesucht waren nach der Vorlage von Geschäftszahlen die im SDax gelisteten Aktien des Auto- und Industriezulieferers Stabilius. Sie legten drei Prozent zu.

Für einen Lichtblick in der Bilanzsaison sorgte Xing. Dank einer Million neuer Mitglieder steigerte das Online-Karrierenetzwerk Umsatz und Gewinn. Die Papiere legten im TecDax vier Prozent zu.

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