October 25, 2019 / 9:05 AM / a month ago

Europas Anleger üben sich in Zurückhaltung

The German share price index DAX graph is pictured at the stock exchange in Frankfurt, Germany, October 24, 2019. REUTERS/Staff

Frankfurt (Reuters) - Bei Europas Anlegern hat sich zum Wochenschluss etwas Skepsis breitgemacht.

Insbesondere enttäuschende Firmenergebnisse verdarben den Börsianern die Kauflaune. Der Dax notierte am Vormittag 0,3 Prozent schwächer bei 12.836 Punkten, der EuroStoxx50 gab 0,4 Prozent nach auf 3605 Zähler. Überraschend schwache Geschäftszahlen des US-Internetkonzerns Amazon drückten auf die Stimmung, sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. “Die Anleger setzten ihre Hoffnung vor allem auf starke Quartalsberichte der Tech-Riesen wie Amazon und Apple, die die Aktienrally weiter befeuern könnten. Dies scheint nun nicht mehr so sicher.”

Im Brexit-Drama wird im Laufe des Tages mit einer Entscheidung der Europäischen Union gerechnet, ob sie der britischen Bitte um eine Fristverlängerung nachkommt und wenn ja, wie lange der EU-Austritt des Königreichs verschoben wird. Nach Einschätzung eines ranghohen EU-Vertreters dürften sich die EU-Botschafter womöglich zunächst nur darauf einigen, dass sie einer Verschiebung des Austrittstermins grundsätzlich zustimmen. Bis ein neues Datum steht, könnte es bis kommende Woche dauern. Das Pfund gab 0,2 Prozent nach auf 1,2821 Dollar.

Der Goldpreis hielt sich über der Marke von 1500 Dollar und lag mit 1506,76 Dollar 0,2 Prozent höher. Er profitiere insbesondere von den schwächeren US-Daten vom Donnerstag, sagte David Iusow, Analyst beim Brokerhaus DailyFX. Diese vermochten die Erwartungen an einen weiteren Zinsschritt seitens der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche nicht abzumildern.

HENKEL-CHEF GEHT - AKTIE FÄLLT

Mit einem Abschlag von 4,9 Prozent standen die Henkel-Aktien am Dax-Ende. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern trennt sich vorzeitig von seinem Vorstandschef Hans van Bylen, Nachfolger wird Finanzchef Carsten Knobel. Dieser Schritt werfe die Frage auf, ob Henkel nun einen neuen Anlauf zur Übernahme der Haarpflegemarke Wella nehme, sagte ein Börsianer.

Ein Rückschlag im Streit mit dem Rivalen Telefonica Deutschland und eine Prognosesenkung setzt den Aktien des Mobilfunkanbieters 1&1 Drillisch sowie seiner Muttergesellschaft United Internet zu. Die Drillisch-Aktien fielen um gut ein Fünftel und damit so stark wie seit November 2011 nicht mehr. United-Internet-Papiere sackten sogar so stark ab wie seit Anfang des Jahrtausends nicht. “Die Tatsache, dass Drillisch den Gutachter nicht von seiner Sicht überzeugen konnte, belastet die Glaubwürdigkeit des Managements”, schrieben die Analysten vom Broker Jefferies.

Ein kräftiger Kursrückgang bei AB Inbev drückte den europäischen Branchenindex um 1,7 Prozent ins Minus. Die weltweit führende Brauerei sagte nach einem schwachen Sommerquartal ein schwächeres Wachstum für das Gesamtjahr voraus. Die Papiere gaben mehr als elf Prozent nach, das ist der stärkste Tagesverlust seit genau einem Jahr.

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