January 28, 2020 / 6:22 AM / in 25 days

Apple-Euphorie treibt Europas Börsen an

Frankfurt (Reuters) - Gut laufende Geschäfte bei Apple und europäischen Banken haben Europas Anleger am Mittwoch aufgeheitert.

The DAX logo is pictured at the German stock exchange in Frankfurt May 7, 2013. Germany's top stock index hit a record high on Tuesday, the first major European market to top peaks hit before the financial crisis hammered share values. The blue-chip DAX, packed with in-demand international exporters, hit an intraday high of 8,160.14 points, passing its previous best of 8,151.57 points for the first time since mid-2007. REUTERS/Lisi Niesner (GERMANY - Tags: BUSINESS)

Der Dax legte 0,2 Prozent auf 13.345 Punkte zu, der EuroStoxx50 gewann rund ein halbes Prozent. An der Wall Street hoben Apple-Aktien um knapp drei Prozent ab. Erstmals seit einem Jahr verkaufte der US-Konzern wieder mehr iPhones und steigerte Umsatz und Gewinn stärker als erwartet. Auch die Zahlen von General Electric sorgten für gute Laune.

Die Ausbreitung des grippeähnlichen Coronavirus trieb Investoren weltweit aber weiterhin um. In China stieg die Zahl der Toten auf 132. “Es wird gemunkelt, dass die tatsächliche Zahl viel höher ist”, sagte Chef-Marktstratege Neil Wilson vom Broker Markets.Com. “Es heißt, das Weiße Haus erwäge ein völliges Reiseverbot zwischen den USA und China - dies hätte schwerwiegende Auswirkungen auf Handel und Wirtschaft.”

Öl-ANLEGER SETZEN BEI VIRUS-FOLGEN FÜR NACHFRAGE AUF OPEC

An den Rohstoffbörsen profitierte der Goldpreis von der wachsenden Unsicherheit: das in Krisenzeiten begehrte Edelmetall verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 1570 Dollar je Feinunze. Spekulationen auf eine zusätzliche Drosselung der Ölförderung durch die Opec-Staaten gaben dem Ölpreis Auftrieb. Die Sorte Brent verteuerte sich um ein halbes Prozent auf 59,81 Dollar je Barrel. Angesichts einer drohenden Nachfrageschwäche durch den Virus-Ausbruch sei eine Verlängerung der aktuellen Förderbremse sehr wahrscheinlich und eine Verschärfung möglich, sagte ein Opec-Insider. Den US-Ölpreis belasteten stärker als erwartet angestiegene Lagerbestände. US-Leichtöl WTI verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 53,17 Dollar.

Beruhigende Signale sendete der Apple-Zulieferer Foxconn. Trotz des Ausbruchs des Coronavirus am Produktionsstandort Wuhan versicherte das Unternehmen aus Taiwan, alle Herstellungsverpflichtungen für den iPhone-Produzenten einzuhalten. Analysten machen sich Sorgen, dass die massiven Beschränkungen von Reisen in China nicht nur die Nachfrage drückt, sondern auch bei der Produktion zu Lieferengpässen führt.

WARTEN AUF DIE FED

Ein Gewinnsprung im vierten Quartal verlieh der spanischen Großbank Santander Rückenwind. Mit einem Kursplus von 4,5 Prozent setzte sich das zweitgrößte Geldinstitut in der Euro-Zone an die Spitze des spanischen Blue-Chip-Index und war zugleich größter Gewinner im EuroStoxx50. Auch die schwedische SEB überzeugte mit ihrem Wachstum im Schlussquartal. Der europäische Bankenindex gewann 0,6 Prozent.

Papiere der Software AG brachen dagegen um 12,3 Prozent ein. Vor allem der Ausblick und das wichtige Cloud-Geschäft enttäuschte Investoren.

Mit Spannung warteten Anleger auf den Zinsentscheid der US-Notenbank (20 Uhr MEZ). Da eine Leitzins-Änderung als ausgeschlossen gilt, richtet sich die Aufmerksamkeit der Börsianer auf die Einschätzung der Notenbanker zur konjunkturellen Entwicklung sowie auf Aussagen zu den Auswirkungen des Coronavirus.

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