September 10, 2018 / 5:28 AM / 2 months ago

Dax sieht 12.000er Marke weiter nur von unten

Frankfurt (Reuters) - Im Ringen mit der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Punkten hat der Dax am Dienstag erneut den Kürzeren gezogen.

Traders work at Frankfurt's stock exchange in Frankfurt, Germany, February 6, 2018. Picture taken with a fisheye lens. REUTERS/Ralph Orlowski

Allerdings grenzte er bis zum Handelsschluss seine Verluste auf 0,1 Prozent ein und schloss bei 11.970 Punkten nur knapp darunter. Erst vorige Woche hatte der deutsche Leitindex erstmals seit gut fünf Monaten unter 12.000 Punkten geschlossen. “Einen echten Trend sehen wir im Moment nicht. Viele Anleger sind an den Seitenlinien und wollen abwarten, wie es im Handelsstreit zwischen den USA und China weitergeht”, sagte ein Händler. Der EuroStoxx50 schloss ebenfalls wenig verändert. An der Wall Street lagen die Kurse zum europäischen Handelsschluss leicht im Plus.

Anleger vermuten, dass der Handelsstreit bald eskalieren wird. Denn US-Präsident Donald Trump hat mit Zöllen auf fast alle chinesischen Importe gedroht. Marktanalyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba fürchtet zudem, dass auch Japan als potenzielles Ziel für höhere US-Zölle in den Fokus rücken könnte.

JAPANISCHER INFINEON-RIVALE STÄRKT SICH DURCH ÜBERNAHME

Für viel Gesprächsstoff sorgte am Nachmittag ein Bericht des “Spiegel”, wonach sich die Führungszirkel der Deutschen Bank und der Commerzbank einen Zusammenschluss ihrer Geldhäuser vorstellen können. “Eine Fusion der Deutschen Bank und der Commerzbank wäre eine logische Konsequenz aus der aktuellen Lage der Branche in Deutschland”, sagte ein Händler. Eine starke Bank aus Deutschland sei besser als zwei schwache, fügte ein weiterer hinzu. Schließlich zeige der Abstieg der Commerzbank aus dem Dax und der Deutschen Bank aus dem EuroStoxx50, wie schwach beide Institute dastünden. Die Aktien beider Banken schossen kurz in die Höhe. Zuletzt lag das Plus bei der Commerzbank bei 2,3 Prozent, während die Deutsche Bank ein halbes Prozent höher schloss.

Zu den Schlusslichtern im Dax zählten die Aktien von Infineon mit einem Abschlag von knapp zwei Prozent. Der japanische Infineon-Rivale Renesas will sich mit einer milliardenschweren Übernahme in den USA eine bessere Position im Zukunftsgeschäft mit selbstfahrenden Autos sichern. Mit dem Zukauf könnten die Japaner Infineon die Position als Nummer zwei der Chip-Lieferanten für die Autoindustrie streitig machen. IDT-Aktien stiegen in New York um über elf Prozent.

Auf Talfahrt blieben auch Bayer, die um fast drei Prozent weiter abrutschten. Die Sorge vor drohenden Milliardenklagen in den USA im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Glyphosat des gerade übernommenen US-Konzerns Monsanto belaste weiter, sagte ein Händler.

AUSVERKAUF BEI FIELMANN GEHT WEITER

Die Aktien von K+S fielen im MDax um 2,6 Prozent. Der Salz- und Düngemittelhersteller muss wegen der Dürre Produktionsausfälle hinnehmen. Erneut unter Druck waren die Fielmann-Titel. Die Optiker-Kette hatte zuletzt mit bröckelnden Gewinnen die Anleger verprellt. Die Aktien fielen um 4,8 Prozent auf 52,85 Euro und schlossen damit so niedrig wie zuletzt im November 2014. Seit Jahresbeginn hat der Aktienkurs bereits 28 Prozent eingebüßt.

An der Börse in Toronto stürzten sich die Anleger auf die Papiere von Hudson’s Bay Company (HBC), die zeitweise zehn Prozent zulegten. Der Kaufhof-Eigner stimmt einer Fusion mit dem Rivalen Karstadt - die Kaufhauskette gehört der österreichische Investmentgesellschaft Signa - zu. Die Kartellbehörden müssen der Warenhaus-Ehe aber noch zustimmen.

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