October 9, 2018 / 5:49 AM / 6 days ago

Dax dreht spät noch ins Plus - Schnäppchenjäger am Markt

Frankfurt (Reuters) - Schnäppchenjäger haben am Dienstag den Dax angeschoben.

A plastic bull figurine, symbol of the Frankfurt stock exchange is pictured in front of the German share price index DAX board at the Frankfurt stock exchange, January 15, 2015. Global markets were thrown into turmoil on Thursday as a shock move by Switzerland to abandon its three-year cap on the franc sent the currency soaring and Europe's shares and bond yields tumbling. REUTERS/Kai Pfaffenbach (GERMANY - Tags: BUSINESS TPX IMAGES OF THE DAY)

Der deutsche Leitindex, der noch in der Mittagszeit auf einem Sechs-Monats-Tief gelegen hatte, drehte ins Plus und schloss bei 11.977 Zählern 0,3 Prozent höher. “Das Hin und Her zeigt, wie nervös der Markt ist”, sagte ein Händler. Spekulationen auf schneller steigende US-Zinsen haben den Dax zuletzt belastet. Die Rendite der US-Staatsanleihen setzte ihren Höhenflug nicht fort, sondern notierte bei 3,22 Prozent unter dem am Freitag aufgestellten Siebeneinhalb-Jahres-Hoch. Das stützte auch die Wall Street.

Zunächst hatten viele Anleger erneut Aktien aus ihren Depots geworfen. Denn der Internationalen Währungsfonds hat die Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft gekappt und dies auch mit den von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Handelsstreitigkeiten begründet. “Die gesenkten Wachstumsprognosen des IWF zeigen, wie groß die Gefahren für die Weltwirtschaft im Moment sind”, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Doch im Handelsverlauf schoben Anleger die Sorgen beiseite und stiegen wieder ein. “Das niedrigere Niveau ist für einige einfach zu verlockend”, so ein Händler. Von seinem im Januar aufgestellte Rekord ist der Dax aktuell mehr als zwölf Prozent entfernt, während die US-Börsen noch in der vorigen Woche neue Bestmarken markierten. “Da hat der deutsche Markt theoretisch viel Aufholpotenzial”, fügte ein anderer Händler hinzu. Allerdings könnten auch in New York rasch wieder die Pessimisten das Zepter übernehmen, falls die Zinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft doch stärker als bislang gedacht stiegen oder der Handelsstreit mit China eskaliere.

WIRECARD ERHOLT - CECONOMY STÜRZEN AB

Im Dax holten Wirecard nach dem zwölfprozentigen Kursrutsch vom Montag auf und legten 9,6 Prozent zu. Der Online-Zahlungsabwickler nutzte seinen Kapitalmarkttag in London, um den Anlegern ein weiter boomendes Geschäft zu versprechen. Binnen sieben Jahren könne der Gewinn versechsfacht werden, kündigte das Management an.

Dax-Schlusslicht waren erneut RWE mit einem Abschlag von 2,5 Prozent. Nach dem Rodungsstopp im Hambacher Forst muss der Energiekonzern nach eigenen Angaben seine Braunkohleförderung im angrenzenden Tagebau deutlich senken.

Besonders unter Druck standen die im SDax gelisteten Papiere von Ceconomy: Sie stürzten um 18,5 Prozent auf ein Rekordtief von 4,65 Euro ab. Der Mutterkonzern von Europas größtem Elektronikhändler Media Saturn hatte im Geschäftsjahr 2017/18 die ohnehin schon eingedampften Gewinnziele verfehlt. Die im MDax gelisteten Papiere des Ceconomy-Großaktionärs Freenet fielen um 3,5 Prozent.

Lange Gesichter gab es auch beim Börsendebüt von Westwing: Die Aktien des Online-Möbelhändlers rutschen nach anfänglichen Gewinnen unter ihren Ausgabepreis von 26 Euro und schlossen bei 25,25 Euro.

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