April 5, 2019 / 5:30 AM / 3 months ago

Europas Anleger fiebern US-Arbeitsmarktdaten entgegen

Frankfurt (Reuters) - Vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten üben sich die Anleger an den Börsen in Geduld.

Styrofoam bull figures stand on a counter on the trading floor at the stock exchange in Frankfurt, Germany January 7, 2016. European shares fell sharply on Thursday after China accelerated the depreciation of the yuan, sending currencies across the region reeling and domestic stock markets tumbling. Germany's DAX dropped 3.6 percent, while Britain's FTSE 100 weakened by 2.7 percent. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Dax und EuroStoxx50 kamen am Freitagvormittag kaum vom Fleck und lagen bei 11.975 und 3441 Punkten.

“Es sieht ganz danach aus, als würden die warmen Worte aus dem Weißen Haus, man stünde kurz vor einem Deal mit den Chinesen, nicht mehr ausreichen, um die verbliebenen Skeptiker hinter dem Ofen vor und aufs Börsenparkett zu locken”, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. “Auch im Brexit-Drama ist der letzte und alles entscheidende Akt noch lange nicht aufgeführt, ein gewisses Restrisiko eines ungeordneten Ausstiegs Großbritanniens aus der Europäischen Union muss immer noch einkalkuliert werden.”

Im Zollstreit versprühte US-Präsident Donald Trump Optimismus. Eine Einigung sei binnen vier Wochen möglich. “Bei aller Euphorie darf niemand vergessen, dass der Deal nur das wiederherstellt, was in einer demokratischen und freien Welt selbstverständlich sein sollte: Freien weltweiten Handel”, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Bei den anstehenden US-Arbeitsmarktdaten könnte ein Beschäftigungsaufbau unterhalb der Markterwartung von 180.000 Rezessionsängste wieder aufflammen lassen, warnte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Am Anleihemarkt waren zunächst die Konjunkturoptimisten in der Überzahl. Sie zogen sich aus den als sicher geltenden aber ertragsschwachen Bundesanleihen zurück. Dies hievte die Rendite der zehnjährigen Titel wieder über die Marke von null Prozent auf 0,009 Prozent.

GROSSBRITANNIEN MÖCHTE ERNEUTEN BREXIT-AUFSCHUB

Unterdessen bat die britische Premierministerin Theresa May die EU um einen Aufschub des Brexit bis zum 30. Juni. Diesen Antrag müssten die übrigen Staats- und Regierungschefs auf ihrem Sondergipfel am 10. April abnicken. Unabhängig davon warnte Commerzbank-Expertin Praefcke vor überzogenen Erwartungen an Mays Bemühungen, mit Jeremy Corbyn von der oppositionellen Labour Party einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse zu finden. “Ein Kompromiss zwischen May und Corbyn muss nicht der Durchbruch sein, schließlich wäre nach wie vor nicht sicher, ob das Parlament diesem Vorschlag zustimmt.” Das Pfund Sterling stagnierte am Freitag bei 1,3089 Dollar. Der Euro notierte kaum verändert bei 1,1223 Dollar.

CHIPWERTE IM AUFWIND - BEFESA UNTER DRUCK

Am Aktienmarkt gehörten die Chipwerte zu den Favoriten. Die Aktien von Infineon, STMicroelectronics und ASM International stiegen um jeweils etwa ein Prozent. Sie profitierten von den jüngsten Aussagen des Konkurrenten Samsung, sagten Börsianer. Dessen Gewinn sei zwar eingebrochen, die Aussichten für die Speicherchip-Nachfrage im zweiten Halbjahr stimmten allerdings zuversichtlich.

Die Titel von Befesa rutschten um bis zu 4,3 Prozent auf 37,70 Euro ab. Großaktionär Triton verkaufte den Angaben zufolge 4,5 Millionen Papiere des Metallrecyclers zu je 37,20 Euro. Dadurch reduziert sich die Triton-Beteiligung auf etwa 19 von knapp 32 Prozent.

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