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Marktnachrichten

Bilanzen treiben Börsen an - Dax nimmt 13.000 ins Visier

Frankfurt (Reuters) - Solide Firmenbilanzen und frische Rekorde an der Wall Street haben Europas Anleger am Mittwoch zu Aktienkäufen ermuntert.

A plastic bull figurine, symbol of the Frankfurt stock exchange is pictured in front of the share price index DAX board at the stock exchange in Frankfurt, Germany, May 8, 2017. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Der deutsche Leitindex Dax nahm die Marke von 13.000 Punkte ins Visier und gewann 0,7 Prozent auf 12.977 Zähler. Der EuroStoxx50 legte rund 0,9 Prozent zu.

An der Wall Street feierten Investoren die besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen der Einzelhändler Target und Lowe’s. Der S&P 500 und der Tech-Index Nasdaq markierten dabei jeweils erneut eine Rekordmarke. Für Gesprächsstoff sorgte auch der Kursanstieg bei Apple. Der iPhone-Hersteller ist erstmals zwei Billionen Dollar wert.

Seit dem Kurseinbruch im März haben vor allem billionenschwere Wirtschaftshilfen die Aufholjagd an den Börsen befeuert. Positiv werteten Anleger deshalb auch, dass sich im Ringen um neue Hilfen zur Bewältigung der Corona-Krise in den USA Demokraten und Republikaner offenbar nun zumindest auf ein kleineres Paket einigen wollen. “Es könnte sich auf ungefähr 500 Milliarden Dollar belaufen”, sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Handelsumsätze an den Börsen blieben allerdings angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionen mau. “Es bestehen Sorgen, dass die jüngsten Reisebeschränkungen in Europa nur ein Vorgeschmack darauf sind, was im Herbst folgt”, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Die Furcht vor einer nur schleppenden Erholung der Nachfrage in den USA schlug sich vor allem am Ölmarkt nieder. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,2 Prozent auf 45,38 Dollar je Barrel. Investoren warteten zudem auf die Protokolle der jüngsten US-Notenbanksitzung, die Signale für die weitere geldpolitische Richtung liefern könnten.

REISEBRANCHE ERHOLT SICH

Am Aktienmarkt zählten Reisewerte wie die British Airways-Mutter IAG und die Fluggesellschaft Easyjet mit Kursgewinnen von bis zu 7,6 Prozent zu den Spitzenreitern. Der britische Gesundheitsminister hatte angekündigt, die Regierung wolle die Anzahl der Tage, die Reise-Rückkehrer aus bestimmten Ländern in Quarantäne verbringen müssen, verkürzen. Derzeit werde dazu mit dem Londoner Flughafen Heathrow an einem Einsatzplan für Covid-19-Tests gearbeitet.

Bei der Lufthansa sorgte die Einigung mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) auf ein erstes Sparpaket für Rückenwind. Die Aktien der Airline lagen 3,6 Prozent im Plus. Durch die Vereinbarung sollen die Personalkosten bis Ende des Jahres sinken.

Größter Kursverlierer im Dax war RWE nach einer Kapitalerhöhung. Aktien des Energiekonzerns gaben 4,6 Prozent nach. RWE hat sich binnen weniger Stunden zwei Milliarden Euro frisches Geld für den Ausbau des Geschäfts mit Erneuerbaren Energien besorgt.

Ein angehobenes Jahresziel sorgte bei Maersk für einen Kurssprung. Die Aktien der weltweit größten Reederei stiegen um rund fünf Prozent. Den Geschäftseinbruch durch die Coronavirus-Krise federte der dänische Branchenprimus besser als erwartet durch höhere Frachtraten und niedrigere Kosten sowie gesunkene Kraftstoffpreise ab.

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