May 27, 2014 / 1:13 PM / 6 years ago

Dax pirscht sich an die 10.000-Punkte-Marke heran

Frankfurt (Reuters) - Der Dax rückt immer näher an die 10.000-Punkte-Marke heran: Am Dienstagnachmittag fehlten ihm weniger als 60 Punkte, um diese technisch und psychologisch wichtige Marke zu knacken.

Traders are pictured at their desks in front of the DAX board at the Frankfurt stock exchange May 26, 2014. REUTERS/Remote/Stringer (GERMANY - Tags: BUSINESS)

In der Spitze stieg der deutsche Leitindex 0,5 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 9941 Zählern. “Neben den positiv aufgenommenen Wahlresultaten aus EU und der Ukraine, sorgt vor allem die Aussicht auf eine Liquiditätsausweitung seitens der EZB für die derzeit zu beobachtende Gipfeljagd”, begründete Gregor Kuhn, Analyst bei IG Markets, das Plus. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert. Der EZB-Rat wird nach fast einhelliger Überzeugung der meisten Börsianer am Donnerstag in einer Woche die Leitzinsen weiter senken.

Die Wall Street dürfte den Futures zufolge zur Eröffnung die freundliche Entwicklung der Börsen in Europa zum Wochenbeginn nachholen. Die US-Börsen hatten am Vortag feiertagsbedingt geschlossen, als der Dax 1,3 Prozent zugelegt hatte. In den USA gilt neben der lockeren Geldpolitik die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung als Hauptgrund für die steigenden Kurse.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte am Montag erneut seine Handlungsbereitschaft im Kampf gegen eine gefährliche Deflationsspirale aus fallenden Preisen und rückläufiger Investitionen unterstrichen. Nach Reuters-Informationen plant die Notenbank neben einer weiteren Senkung des Leitzinses von derzeit 0,25 Prozent erstmals Strafzinsen für Banken und den Einsatz weiterer Geldspritzen. Der Euro notierte kaum verändert bei 1,3640 Dollar.

ANALYSTENEMPFEHLUNG SCHIEBT INFINEON AN

Schon seit Jahresbeginn wird an den Märkten darauf spekuliert, dass der Dax in den Club der Fünfstelligen aufsteigt. Dort tummeln sich schon der New Yorker Dow-Jones-Index und der japanische Nikkei-Index sowie einige Indizes südeuropäischer Börsen. Der EuroStoxx, der die Kursentwicklung der größten Unternehmen der Euro-Zone widerspiegelt, hinkt dem Dax hinterher. Am Dienstag erreichte er zeitweise mit 3246 Zählern das höchste Niveau seit September 2008. Er ist aber wie der 1896 eingeführte Dow-Jones ein Kurs-Index. Wenn man den Dax als Kursindex berechnet, liegt er nur bei 5119 Zählern.

Größter Gewinner im Dax waren am Dienstag die Aktien von Infineon, die 2,6 Prozent auf 9,01 Euro zulegten. Die Aktien des Halbleiter-Herstellers profitierten von einer Kursziel-Erhöhung durch JP Morgan - die Analysten sehen die Titel nun bei zehn statt neun Euro fair bewertet. Auch bei Henkel sorgte ein Analystenkommentar für Zukäufe: Die Credit Suisse setzte die Aktien hoch auf “Neutral” von “Underperform”. Am Tag ihrer Hauptversammlung legten die Aktien der Deutschen Post knapp ein Prozent zu. Die Bonner wollen bis 2020 die Weltmarktführung im Paketdienst übernehmen.

ANLEGER MACHEN BEI VERSORGERN KASSE

Auf der Verliererseite standen mit den Versorgern RWE und E.ON die größten Dax-Gewinner der Vorwoche. RWE verloren 1,4 Prozent, E.ON 0,8 Prozent - in der vorigen Woche hatten sie neun beziehungsweise 7,5 Prozent zugelegt. Auch bei Daimler machten einige Anleger Kasse, die Aktien fielen um 0,3 Prozent.

Im TecDax zählten Aixtron mit einem Plus von knapp zwei Prozent zu den Favoriten. Der Anlagenbauer strafft seinen Vorstand, was als Kostensenkung positiv aufgenommen wurde.

In London schoben Spekulationen auf eine baldige Übernahme die Aktien von InterContinental Hotels um bis zu 6,7 Prozent in die Höhe, obwohl einem Medienbericht zufolge die Offerte aus den USA abgelehnt wurde. Die Londoner Börse war am Montag wegen eines Feiertags ebenfalls geschlossen.

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