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Job-Daten und Apple treiben Wall Street an
5. November 2017 / 10:27 / in 15 Tagen

Job-Daten und Apple treiben Wall Street an

New York (Reuters) - Überraschend gute Quartalszahlen von Apple haben die US-Börsen zum Wochenschluss gestützt.

An Apple logo hangs above the entrance to the Apple store on 5th Avenue in the Manhattan borough of New York City, July 21, 2015. REUTERS/Mike Segar/File Photo

Auch zwei Ereignisse vom Donnerstag hallten noch nach und sorgten für positive Stimmung: die Ernennung von Jerome Powell zum Nachfolger von Janet Yellen an die Spitze der US-Notenbank und die Vorlage der mehrfach aufgeschobenen Steuer-Pläne der Republikaner um Präsident Donald Trump.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 23.539 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,3 Prozent auf 2587 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 6764 Punkte.

Die US-Wirtschaft baute im Oktober kräftig Stellen auf. Insgesamt entstanden neue 261.000 Jobs, was allerdings unter den Erwartungen lag. Die Entwicklung steht aber im Kontrast zum September, als wegen der Hurrikans “Harvey” und “Irma” nur 18.000 Jobs entstanden. Damit ist die Bühne für die dritte geldpolitische Straffung 2017 bereitet: Händler sehen die Wahrscheinlichkeit für eine Dezember-Erhöhung bei 90 Prozent. Zuletzt hatte die Fed den Zins im Juni auf 1,0 bis 1,25 Prozent hochgesetzt.

APPLE-HYPE STECKT AN - ANLEGER MÖGEN NEUEN FED-CHEF

Im Technologiesektor steckten der Hype um den Verkaufsstart des iPhone X und ein rosiger Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft von Apple die Anleger an. Die Apple-Aktie legte um 2,6 Prozent zu.

Gegen die Markttendenz brachen Aktien von AIG 4,6 Prozent ein. Die Serie von Wirbelstürmen in den USA und der Karibik trieb den Versicherer in die roten Zahlen. Der Konzern wies für das dritte Quartal einen Nettoverlust von 1,74 Milliarden Dollar aus, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von 462 Millionen Dollar in den Büchern stand.

Gut kam bei Investoren die Ernennung von Jerome Powell zum Nachfolger von US-Notenbankchefin Janet Yellen an. Der 64-Jährige steht für Kontinuität in der Geldpolitik. “Mit ihm dürfte der von der Fed eingeschlagene Kurs gradueller Leitzinsanhebungen fortgesetzt werden”, sagte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank. Powell stehe zudem einer etwas lockeren Regulierung des Finanzdienstleistungssektors offen gegenüber.

Der Höhenflug am deutschen Aktienmarkt hielt auch zum Wochenschluss an. Der Ausblick von Apple und eine für die Exportindustrie günstige Euro-Schwäche hievten den Dax am Freitag um 0,3 Prozent auf einen Rekord-Schlussstand von 13.478 Punkten. Auf Wochensicht gewann der Leitindex zwei Prozent. Der EuroStoxx ging am Freitag nahezu unverändert bei 3689 Zählern aus dem Handel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 1376 Werte legten zu, 1490 gaben nach und 188 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,16 Milliarden Aktien 1436 im Plus, 1469 im Minus und 226 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 4/32 auf 99-9/32. Die Rendite sank auf 2,3325 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 11/32 auf 98-24/32 und rentierte mit 2,8121 Prozent.

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