November 30, 2017 / 10:40 AM / 14 days ago

Banken verhelfen Europas Börsen ins Plus

Frankfurt (Reuters) - Kursgewinne von Banken haben den europäischen Börsen am Donnerstag Auftrieb verliehen.

The German share price index, DAX board, is seen at the stock exchange in Frankfurt, Germany, November 29, 2017. REUTERS/Staff/Remote

Der Dax stieg am Vormittag um 0,6 Prozent auf 13.151 Punkte, der EuroStoxx50 legte ein halbes Prozent auf 3609 Zähler zu. “Der makroökonomische Trend hat sich nicht geändert: die Indikatoren fallen weiterhin besser als erwartet aus”, sagte Anlagestratege Frederique Carrier vom Vermögensverwalter RBC Wealth Management. Schwung gaben Händlern zufolge auch positive Stimmungsindikatoren aus China. Allerdings bremsten Gewinnmitnahmen im Technologiesektor.

PROGNOSEN FÜR CHIP-MARKT VERDÜSTERN SICH

“Die Investoren sind wegen der Kursverluste bei Technologiewerten an den US-Börsen etwas nervös”, sagte ein Händler. Einige Analysten warnten, dass der globale Chip-Boom bald ein Ende finden könnte. “Wenn man sich die weltweiten Absätze im Halbleiter-Bereich auf einem Chart anschaut, scheint sich das Wachstum auf Jahressicht abzuschwächen”, sagte Hiroshi Watanabe, Ökonom bei Sony Financial Holdings. Der europäische Branchenindex gab bis zu 0,7 Prozent nach. Die Aktien der Bankensoftware-Firma Temenos, des Videospiele-Anbieters Ubisoft und des Sensorenherstellers AMS fielen um jeweils rund ein Prozent.

Investoren schichteten Geld aus den Überfliegern der vergangenen Monate vor allem in Finanzwerte um. Commerzbank-Papiere kletterten um 1,2 Prozent, in Mailand gewannen die Titel von Ubi Banca<UBI.MI< 3,2 Prozent.

Für gute Stimmung im Sektor sorgte auch die Schweizer Großbank Credit Suisse, deren Aktien um 2,5 Prozent anzogen. Sie lockte die Anleger mit ehrgeizigen neuen Renditezielen.

ANLEGER WARTEN AUF ENTSCHEIDUNGEN BEI OPEC-TREFFEN

Thema an den Finanzmärkten war zudem das Opec-Treffen in Wien. Dabei steuern die großen Ölnationen auf eine Verlängerung der Förderbremse bis Ende 2018 zu. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich im Vorfeld um 0,9 Prozent auf 63,66 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI kostete mit 57,61 Dollar 0,5 Prozent mehr. “Es wird keine Überraschungen geben, alle sind für die Verlängerung um neun Monate”, sagte ein Insider. Vermutlich werde eine Überprüfung der Lage im Sommer empfohlen. Für den Nachmittag ist eine Beratung der Organisation Erdöl exportierender Länder mit den Partnerstaaten geplant.

ACHTERBAHNFAHRT BEI BITCOIN

Starke Nerven brauchten Anleger bei der Internet-Währung Bitcoin. Am Mittwochabend brach der Kurs auf 9500 Dollar ein, nachdem er zuvor auf kleineren Plattformen zeitweise erstmals über 11.000 Dollar gesprungen war. Am Donnerstag schwankte er auf der größten und liquidesten Plattform Bitstamp, die in Luxemburg ansässig ist, um die 10.000-Dollar-Marke.

“Wie viele erfahrene Händler genau wissen: Alles was hoch steigt, fällt um so schneller wieder runter - wenn die Zeit gekommen ist”, sagte James Hughes, Marktanalyst beim Brokerhaus Axitrader. Warnungen über eine aufgeblähte Spekulationsblase verhallten bislang am Markt.

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