March 20, 2018 / 6:03 PM / 9 months ago

Ölpreise stützen US-Börsen - Facebook-Kursrutsch hält an

People walk on Wall Street in front of the New York Stock Exchange (NYSE) in New York, U.S., February 6, 2018. REUTERS/Brendan McDermid/Files

New York (Reuters) - Nach den kräftigen Kursverlusten zum Wochenbeginn hat sich die Wall Street am Dienstag gefangen.

Erneute Einbußen der von einer Datenaffäre belasteten Facebook-Aktie und die Unsicherheit über die weitere Zinspolitik der US-Notenbank Fed drückten allerdings auf die Stimmung.

Die Fed entscheidet am Mittwoch über ihren Leitzins. Eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte gilt als sicher. Die große Frage ist, welche Signale die Notenbank unter ihrem neuen Chef Jerome Powell aussenden wird. Anleger fürchten, dass nun vier statt der bislang in Aussicht gestellten drei Zinserhöhungen in diesem Jahr angedeutet werden könnten. “Am Markt gab es zuletzt Sorgen, dass die Fed etwas aggressiver geworden ist”, sagte Anlagestratege Josh Navarro von J.P. Morgan Private Bank.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte im frühen New Yorker Nachmittagshandel 0,3 Prozent höher bei 24.692 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 tendierte wenig verändert bei 2712 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat ebenfalls auf der Stelle bei 7342 Punkten. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent höher bei 12.307 Zählern.

Im Fokus blieb die Datenaffäre bei Facebook. Einem Medienbericht zufolge ermittelt mittlerweile die US-Verbraucherschutzbehörde FTC in dem Fall. Demnach geht es im Kern darum, ob das weltgrößte Internetnetzwerk der Firma Cambridge Analytica erlaubte, an einige Nutzerinformationen zu gelangen, obwohl dies gegen die Richtlinien verstieß. Die Facebook-Aktie setzte ihren Kursrutsch vom Wochenbeginn fort und verlor weitere 5,7 Prozent. Auch die Aktien von Twitter gerieten in den Sog und brachen um elf Prozent ein. Die Aktien anderer Technologiekonzerne machten nach Kursverlusten am Montag dagegen wieder etwas Boden gut. Amazon etwa legten 1,6 Prozent zu.

Zu den Gewinnern an der Wall Street zählten insbesondere Energiewerte, die von steigenden Ölpreisen profitierten. Das S&P-Branchenbarometer stieg um ein Prozent.

Im hohen Bogen warfen Anleger die Aktien von Oracle aus ihren Depots, nachdem der Software-Konzern die Erwartungen der Analsten im abgelaufenen Geschäftsquartal verfehlt hatte. Die Papiere stürzten um 9,2 Prozent ab.

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