March 26, 2018 / 2:25 PM / in a month

Dax-Anleger hoffen auf Annäherung im Handelsstreit

Frankfurt (Reuters) - Die Hoffnung auf eine Annäherung im Handelsstreit hat am Montag die Talfahrt an den europäischen Börsen vorerst beendet.

The DAX (German stock index) logo is seen at the stock exchange in Frankfurt, Germany, March 23, 2018. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Der Dax legte bis zum Nachmittag 0,6 Prozent auf 11.960 Zähler zu, der EuroStoxx50 gewann 0,5 Prozent auf 3315 Zähler. In der vergangenen Woche hatten beide Indizes je vier Prozent verloren. Trotz der Kursgewinne blieben Börsianer aber skeptisch: “Die Anleger haben die Korrektur der vergangenen Woche noch nicht richtig verdaut”, sagte Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. Wegen der durch Karfreitag kürzeren Handelswoche gingen die Umsätze merklich zurück. Viele Anleger haben sich bereits in die Osterpause verabschiedet.

Auch an der Wall Street könnten die Kurse am Montag Boden gutmachen. Die US-Futures signalisierten für die Eröffnung Kursgewinne von mehr als einem Prozent. In der vergangenen Woche hatten der Dow Jones und der S&P500 jeweils fast sechs Prozent, der Nasdaq-Composite an der Technologiebörse sogar 6,5 Prozent verloren.

Im Handelsstreit versuchen die USA wichtigen Partnern Zugeständnisse abzuringen. Südkorea stimmte am Montag Änderungen am beidseitigen Freihandelsabkommen zugunsten der Vereinigten Staaten zu. Auch China, die EU und Japan wollen in weiteren Verhandlungen mit der Regierung in Washington eine Eskalation des Konflikts vermeiden. Seit Freitag müssen Firmen aus China und anderen Ländern auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren der USA neue Zölle zahlen. Eine Reihe von Staaten wie Kanada, Mexiko und die EU sind bis zum 1. Mai davon ausgenommen.

DEUTSCHE BANK ERNEUT AUF DER VERLIERERSEITE

Bei den Einzelwerten gingen viele Aktien auf Erholungskurs. ThyssenKrupp zählten mit einem Plus von über einem Prozent zu den Dax-Favoriten, nachdem sie am Freitag drei Prozent verloren hatten. Der Konzern treibt die geplante Fusion seiner Stahlsparte mit Tata Steel voran, muss aber noch eine Einigung des Partners mit den Arbeitnehmervertretern abwarten. Auch VW, BMW und Daimler machten Boden gut und legten zeitweise zwei Prozent zu.

Auf den Verkaufszetteln blieben Aktien der Deutschen Bank, die etwa ein Prozent an Wert einbüßten. Seit Finanzchef James von Moltke vor einem schwachen ersten Quartal bei Deutschlands größtem Kreditinstitut gewarnt hat, stehen sie unter Druck. Die Papiere der seit Freitag gelisteten Tochter DWS gaben 1,7 Prozent auf 32,53 Euro nach, womit sie nur noch knapp über dem Ausgabekurs von 32,50 Euro notierten.

Im TecDax ging es für die Aktien des Medizintechnik-Anbieters Drägerwerk nach einer Verkaufsempfehlung der Großbank HSBC um bis zu zehn Prozent bergab.

An den Devisenmärkten stand der Dollar unter Druck: Das Pfund Sterling und der Euro zogen auf über 1,42 Dollar beziehungsweise 1,24 Dollar an. Spekulationen auf Zinserhöhungen stützen das Pfund schon seit einiger Zeit. Auch der Euro profitierte von geldpolitischen Überlegungen. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sagte, die Einschätzung der Märkte hinsichtlich einer ersten Zinsanhebung etwa zur Mitte 2019 hin, sei nicht unrealistisch.

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