April 18, 2018 / 9:19 AM / 5 months ago

Europas Börsen setzen Erholungskurs fort

Frankfurt (Reuters) - Getragen von der Hoffnung auf einen anhaltenden Aufschwung der Weltwirtschaft haben sich Anleger am Mittwoch erneut mit europäischen Aktien eingedeckt.

Traders work at Frankfurt's stock exchange in Frankfurt, Germany, April 6, 2018. REUTERS/Ralph Orlowski

“Die US-Bilanzsaison konnte bis jetzt überzeugen, dieser Trend dürfte sich fortsetzten”, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Dax und EuroStoxx50 legten jeweils etwa 0,2 Prozent auf 12.601 und 3489 Punkte zu.

Experten sagten für die europäischen Firmen aber nur einen fünfprozentigen Anstieg der Quartalsgewinne voraus und seien damit pessimistischer als für die USA, erläuterte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. “Damit spiegeln die Schätzungen die zuletzt schwächeren BIP-Prognosen und Stimmungsindikatoren in Europa wider.”

Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners mahnte zur Vorsicht. “Trotz steigender Aktienkurse ist die Nachfrage nach Staatsanleihen weiterhin hoch. Das ist ein Indiz dafür, dass die aktuelle Erholung nicht nachhaltig sein könnte.”

RENDITEABSTAND VON US-/BUNDESANLEIHEN AUF 29-JAHRES-HOCH

Der Renditeabstand zweijähriger Bundesanleihen zu ihren US-Pendants kletterte auf den höchsten Stand seit 1989. T-Bonds rentierten bei 2,407 Prozent, die deutschen Papiere bei 0,298 Prozent. Der sogenannte Spread zehnjähriger Titel der beiden Staaten erreichte mit 234 Basispunkten ein Eineinhalb-Jahres-Hoch. Grund hierfür sei die unterschiedliche Geldpolitik, sagte Anlagestratege Antoine Bouvet von der Bank Mizhuo. In den USA rechnen Börsianer mit zwei weiteren Zinserhöhungen in diesem Jahr. Für die Euro-Zone erwarten sie frühestens Mitte 2019 einen erste Anhebung.

Die Spekulationen auf einen baldigen Zinsschritt der Bank von England (BoE) erhielten einen Dämpfer. Die britische Inflation ging im März auf 2,5 Prozent zurück. Experten hatten wie im Vormonat mit einem Wert von 2,7 Prozent gerechnet. Das Pfund Sterling verbilligte sich daraufhin auf 1,4176 Dollar von zuvor 1,4268 Dollar. Der Euro fiel auf 1,2346 Dollar.

PROGNOSESENKUNG SCHICKT CONTINENTAL AUF TALFAHRT

Am deutschen Aktienmarkt rückte Continental ins Rampenlicht. Wegen negativer Wechselkurs-Effekte und Abschreibung vor allem in der Reifensparte werde das operative Quartalsergebnis im Jahresvergleich um etwa 100 Millionen Euro zurückgehen, teilte der Autozulieferer mit.

In Paris steuerten die Titel von Danone mit einem Kursplus von bis zu 3,8 Prozent dagegen auf den größten Tagesgewinn seit zwei Jahren zu. Dank einer boomenden Nachfrage nach Babynahrung in China steigerte der Lebensmittel-Hersteller seinen Quartalsumsatz um 4,9 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Das sei mehr als erwartet, schrieben die Analysten der Bank Morgan Stanley.

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