April 30, 2018 / 4:20 PM / 7 months ago

Börsianer in Europa vor Mai-Feiertag vorsichtig

Frankfurt (Reuters) - Die Anleger an den europäischen Aktienmärkten haben sich am Montag nur vereinzelt aus der Deckung gewagt.

A shares trader reacts at the stock exchange in Frankfurt, Germany, March 23, 2018. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Denn am Dienstag bleiben wegen des Mai-Feiertages die Börsen unter anderem in Frankfurt, Zürich und Paris geschlossen. In New York und London wird dagegen gehandelt, worauf die Investoren hierzulande dann erst am Mittwoch reagieren können. Zum Handelsschluss am Montag stieg der Dax um 0,3 Prozent auf 12.612 Punkte und schloss damit so hoch wie zuletzt Anfang Februar. Der EuroStoxx50 legte 0,5 Prozent zu. An der Wall Street tendierten die Kurse zum europäischen Handelsschluss ebenfalls im Plus. Der Dow Jones notierte 0,4 Prozent höher.

“Im April ging es mit den Aktien ja meist nach oben, das will am letzten Handelstag des Monats niemand aufs Spiel setzen”, erklärte ein Händler die Zurückhaltung am Brückentag. Im abgelaufenen Monat hat der Dax über vier Prozent gewonnen, womit er auf Jahressicht aber immer noch über zwei Prozent im Minus liegt.

Erleichterung über die Entspannung in Korea stützte die Kurse weltweit. Die beiden Länder untermauerten ihre Versöhnungsabsichten mit ersten praktischen Schritten, nachdem sie vereinbart hatten, den seit fast sieben Jahrzehnten andauernden Kriegszustand zu beenden. “Wenn sich Nord- und Südkorea aussöhnen, sind die Anleger eine Sorge los”, sagte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Zugleich rückte der Handelsstreit zwischen Europa und den USA wieder in den Fokus. Am Dienstag läuft die Ausnahmeregelung für Zölle auf Produkte europäischer Stahl- und Aluminium-Hersteller aus. Laut US-Finanzminister Steven Mnuchin hat US-Präsident Donald Trump noch nichts entschieden. Die Aktien von Thyssenkrupp und Salzgitter lagen 2,3 und 1,8 Prozent im Minus.

An den Devisenmärkten gab der Euro etwa einen halben US-Cent auf 1,2070 Dollar nach. Ein schwächerer Euro macht Waren europäischer Unternehmen im Welthandel günstiger.

MCDONALD’S MACHT ANLEGERN MIT ZAHLEN APPETIT AUF AKTIEN

Dies- und jenseits des Atlantiks hielt die geplante Mobilfunk-Hochzeit der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem kleineren Rivalen Sprint die Anleger in Atem. Es ist bereits der dritte Anlauf zur Fusion der beiden Firmen. T-Aktien gewannen zeitweise über drei Prozent, drehten zum Handelsschluss aber 0,3 Prozent ins Minus. “Die anfängliche Euphorie weicht einer gewissen Ernüchterung. Schließlich gibt es noch einige kartellrechtliche Unwägbarkeiten”, sagte ein Händler. T-Mobile verloren über fünf Prozent. Sprint, die seit Monatsbeginn schon über 30 Prozent gewonnen haben, fielen um 13 Prozent. “Da machen einige Investoren Kasse”, so ein Händler.

In Großbritannien zog die milliardenschwere Fusion der beiden Supermarktketten Sainsbury’s und Asda Anleger in ihren Bann. Sainsbury’s schossen um rund 15 Prozent nach oben. Die Aktien der Asda-Mutter Walmart stiegen um über zwei Prozent. Im Dow Jones waren sie damit nach McDonald’s einer der Top-Favoriten. Die Titel des Fastfood-Riesen legten über fünf Prozent zu. McDonald’s hat im ersten Quartal mehr als erwartet umgesetzt.

Zudem stand in New York die Fusion des Raffinerie-Betreibers Marathon Petroleum mit dem texanischen Wettbewerber Andeavor im Fokus. Andeaver schnellten um fast 18 Prozent in die Höhe, während die Anleger Marathon wegen des aus ihrer Sicht hohen Preises aus den Depots warfen. Die Aktien fielen um bis zu 8,8 Prozent.

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