May 2, 2018 / 9:22 AM / 20 days ago

Dax-Anleger in Kauflaune - Apple und Euro helfen

Frankfurt (Reuters) - Die boomenden Geschäfte von Apple und der schwache Euro haben am Mittwoch den europäischen Aktienmärkten Rückenwind gegeben.

Traders work at Frankfurt's stock exchange in Frankfurt, Germany, February 6, 2018. Picture taken with a fisheye lens. REUTERS/Ralph Orlowski

Der Dax stieg um 1,5 Prozent auf ein Drei-Monats-Hoch von 12.802 Punkte. Der EuroStoxx50 legte 0,5 Prozent zu. “Bei vielen Großkonzernen läuft es einfach rund, und das gefällt der Börse”, sagte ein Händler. Hinzu komme der schwache Euro. “Ein Euro-Dollar Kurs in der Nähe seines Jahrestiefs ist eine gute Nachricht für die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Die aktuelle Wechselkursentwicklung macht deutsche Produkte im Ausland attraktiver”, sagte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Die Gemeinschaftswährung setzte ihre Talfahrt fort und fiel bis auf 1,1954 Dollar. Damit liegt sie nur noch knapp über dem Anfang Januar erreichten Jahrestief von 1,1917 Dollar. Noch Mitte April hatte der Euro über 1,24 Dollar notiert. In New York starteten die Börsen verhalten in den Tag, nachdem der Dow Jones am Mai-Feiertag 0,3 Prozent verloren hatte, lag er am Mittwoch vor der Fed-Zinsentscheidung zum europäischen Handelsschluss leicht im Minus.

Börsianer erwarten angesichts der steigenden US-Zinsen ein Comeback der US-Währung. Dazu dürfte auch die am Abend anstehende Entscheidung der US-Notenbank Fed beitragen. Bei der wurden zwar keine Zinsänderungen erwartet. Doch rechneten einige Analysten mit Signalen für weiter steigende US-Zinsen. “Wenn nicht heute Abend, dann vermutlich bei der nächsten Sitzung”, sagte ein Händler. Kommentar und Beschluss der Fed werden nach Handelsschluss in Europa gegen 20.00 Uhr MESZ erwartet.

Die US-Wirtschaft läuft derzeit rund: Der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge - sie gibt einen Vorgeschmack auf die offiziellen Zahlen am Freitag - wurden im April in den USA mit rund 204.000 zusätzlichen Stellen mehr Jobs geschaffen als erwartet.

APPLE-BILANZ LÄSST AUCH ZULIEFERER STRAHLEN

Vor allem besser als erwartete Geschäftszahlen von Apple hellten die Stimmung der Anleger auf. Positiv sei vor allem der erneute Anstieg der Umsätze in der Service-Sparte, zu der der App-Store und der Musikstreaming-Dienst gehören, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Schließlich reduziere es die Abhängigkeit des Elektronik-Anbieters vom iPhone-Absatz. Apple-Titel stiegen um über vier Prozent.

Die Papiere der europäischen Apple-Zulieferern wie Dialog Semiconductor im TechDax oder die in der Schweiz gelisteten Titel der österreichischen AMS gewannen 8,7 und sieben Prozent. Aber auch Chipwerte waren gefragt. Die Aktien von Infineon stiegen um 4,5 Prozent und damit an die Dax-Spitze. STMicroelectronics im französischen CAC40 rückten 4,6 Prozent vor.

Top-Favorit im EuroStoxx50 waren Vivendi mit einem Aufschlag von rund vier Prozent. Der Aufsichtsrat des französischen Medienkonzerns will in zwei Wochen über die Zukunft der Tochter Universal Music Group (UMG) beraten. Börsianer spekulierten auf einen milliardenschweren Börsengang des weltgrößten Plattenlabels.

In New York stürzten Akorn um über neun Prozent ab. Im Streit um die geplatzte Übernahme durch Fresenius warfen die Deutschen der Firmenspitze in den USA eklatanten Betrug vor.

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