October 25, 2019 / 11:10 AM / in 19 days

Wall Street hievt Dax ins Plus - Brexit-Sorgen bremsen

Frankfurt (Reuters) - Eine festere Wall Street hat Europas Börsen zu einem versöhnlichen Wochenschluss verholfen.

A plastic bull figurine, symbol of the Frankfurt stock exchange is pictured in front of the share price index DAX board at the stock exchange in Frankfurt, Germany, November 20, 2017. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Die Brexit-Hängepartie und Konjunktursorgen bremsten die Kurse allerdings. Der Dax legte am Freitag 0,2 Prozent auf 12.894,51 Punkte zu, der EuroStoxx50 stieg um 0,1 Prozent auf 3623,55 Zähler zu.

An den US-Börsen hatten starke Zahlen von Intel die Stimmung aufgehellt. Hingegen suchten Anleger bei Amazon nach einem enttäuschenden Quartal das Weite. Volkswirt Stefan Bielmeier von der DZ Bank sieht angesichts der weltwirtschaftlichen Lage keinen Anlass für Entwarnung: “Unsicherheit bleibt der bestimmende Faktor für Wirtschaft und Finanzmärkte.” Zwar könnten mit dem Brexit und dem US-chinesischen Handelsstreit zwei der wichtigsten politischen Belastungsthemen jüngst einer Lösung nähergekommen sein. Doch noch herrsche keine Klarheit, wohin die Reise gehe.

BREXIT-GEZERRE MACHT BÖRSEN NERVÖS

Investoren deckten sich mit der Anti-Krisen-Währung Gold ein. Der Preis für das Edelmetall kletterte um 0,3 Prozent auf 1508 Dollar je Feinunze. Denn auch die Brexit-Sorgen lassen die Börsen eine Woche vor dem offiziellen Ausstiegsdatum nicht los. Die Europäische Union stimmte der Brexit-Verschiebung grundsätzlich zu, nannte aber vorerst keinen neuen Termin für den Austritt Großbritanniens. Der britische Premierminister Boris Johnson pocht auf Neuwahlen. Großbritannien könne noch immer zum 31. Oktober aus der EU austreten, sagte er.

Der britische Leitindex “Footsie” lag 0,1 Prozent im Minus während es die meisten übrigen Handelsplätze in Europa ins Plus schafften. Das Pfund verlor 0,2 Prozent auf 1,2830 Dollar.

CHEFWECHSEL BEI HENKEL MACHT ANLEGER SKEPTISCH

Bei den Anlegern nicht gut an kam der vorzeitige Chefwechsel bei Henkel: Die Aktien des Konsumgüterkonzerns verbuchten einen Abschlag von 1,5 Prozent. Die Experten von J.P. Morgan Cazenove kritisierten, dass mit dem bisherigen Finanzchef Carsten Knobel als Nachfolger für Hans van Bylen kein Neuanfang mit einem Manager von außen gewagt werde.

Ein Rückschlag im Streit mit dem Rivalen Telefonica Deutschland und eine Prognosesenkung setzte den Aktien des Mobilfunkanbieters 1&1 Drillisch und der Muttergesellschaft United Internet zu, die um 24 und 19,7 Prozent einbrachen.

Ein Kursrückgang der weltweit führenden Brauerei AB Inbev von 10,4 Prozent drückte den europäischen Branchenindex 1,7 Prozent ins Minus. Der Bierkonzern sagte nach einem schwachen Sommerquartal ein schwächeres Wachstum für das Gesamtjahr voraus.

Anleger von Luxusgüterherstellern reagierten erleichtert auf weniger stark als befürchtet ausgefallene Einbußen durch die Proteste in Hongkong. Die Aktien des Gucci-Mutterkonzerns Kering kletterten um 8,1 Prozent. Die Papiere des ebenfalls glimpflich davongekommenen italienischen Jackenmachers Moncler gewannen in Mailand sogar 10,7 Prozent. LVMH, Hermes und Christian Dior stiegen im Sog bis zu 2,2 Prozent.

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