November 1, 2019 / 9:58 AM / in 11 days

Starke US-Jobdaten bringen Dax näher an die 13.000

Frankfurt (Reuters) - Beflügelt von überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten hat der Dax am Freitag die Marke von 13.000 Punkten ins Visier genommen.

A bull figure made of 210,000 pieces of LEGO bricks, stands in front of the German share price index DAX board at the German stock exchange in Frankfurt January 15, 2014. REUTERS/Ralph Orlowski (GERMANY - Tags: BUSINESS)

Auch an den übrigen Börsen Europas und der Wall Street kamen die Anleger in Kauflaune. Der deutsche Leitindex gewann 0,7 Prozent auf 12.961,05 Punkte, der EuroStoxx50 gewann 0,5 Prozent auf 3623,74 Zähler. An der Wall Street erklommen S&P und Nasdaq neue Höchststände.

Der US-Arbeitsmarkt verlor im Oktober mit 128.000 neu geschaffenen Jobs nicht so stark an Dynamik wie erwartet. Volkswirte hatten lediglich 89.000 vorhergesagt. Zugleich wurde die Zahl für September auf 180.000 von 136.000 kräftig nach oben revidiert. “Die US-Wirtschaft bleibt der Fels in der Brandung”, kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Bislang habe die US-Wirtschaft den anhaltenden Handelskonflikt mit China erstaunlich gut weggesteckt. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote stieg im Oktober von 3,5 auf 3,6 Prozent. Damit liege sie aber immer noch nahe ihres 50-Jahres-Tiefs, betonte Altmann.

CHINAS WIRTSCHAFT SENDET STARKES LEBENSZEICHEN

Auch starke Konjunkturdaten aus China hellten die Stimmung zum Wochenschluss auf. Chinas Industrie wuchs im Oktober so stark wie zuletzt vor zwei Jahren. “Das ist ein starkes Lebenszeichen der chinesischen Wirtschaft”, sagte Altmann. Ermutigend sei vor allem die wieder anziehende Export-Nachfrage, ergänzte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Offenbar wirkten sich die Ausnahmen bei und die Verschiebung von US-Strafzöllen positiv aus. Vor diesem Hintergrund deckten sich Investoren unter anderem mit Kupfer ein. Das für Stromkabel und Wasserrohre verwendete Industriemetall, dessen wichtigster Abnehmer China ist, verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 5838 Dollar je Tonne. Auch die Spekulationen auf eine anziehende Rohöl-Nachfrage nahmen zu. Die Nordsee-Sorte Brent stieg um 1,5 Prozent auf 60,54 Dollar je Barrel.

Das Tauziehen um das Teilabkommen im Zollstreit zwischen den USA und China treibe einigen Anlegern allerdings Sorgenfalten auf die Stirn, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Es bleibe zu hoffen, dass es nach der Absage des Asien-Pazifik-Gipfels die Frage lediglich sei, wo die Einigung unterschrieben werde und nicht ob. Die Einigungschancen im Handelsstreit mit China stehen dem obersten Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump zufolge gut. Trump und seine Verhandlungsdelegation seien “sehr optimistisch”, sagte Larry Kudlow am Freitag in einem Interview des Senders Fox Business.

KRETINSKY STOCKT METRO-ANTEIL AUF - KURSEINBRUCH BEI LOOKERS

Bei den deutschen Unternehmen stand Metro im Rampenlicht. Der tschechische Milliardär und Großaktionär Daniel Kretinsky stockte seine Beteiligung am Handelskonzern auf 29,99 Prozent auf. Es überrasche, dass sich Kretinsky weiter für Metro interessiere, nachdem seine Offerte von 16 Euro je Aktie gescheitert sei, sagte ein Börsianer. Metro-Aktien legten 1,1 Prozent auf 14,76 Euro zu.

Ebenfalls fester notierten Stahlwerte, nachdem der US-Konzern United States Steel im dritten Quartal geringere Verluste einfuhr als befürchtet. ArcelorMittal gewannen sechs Prozent, ThyssenKrupp 4,1 und Salzgitter 5,8 Prozent. United States Steel schossen um mehr als 17 Prozent nach oben.

In London gaben Lookers dagegen zwei Prozent nach. Der britische Autohändler, der unter anderem Fahrzeuge von BMW und Volkswagen vertreibt, senkte zum zweiten Mal binnen vier Monaten seine Gesamtjahresziele und rechnet nun mit einem Gewinneinbruch um zwei Drittel.

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