December 4, 2019 / 10:30 AM / in a day

Starkes Zeichen vom US-Arbeitsmarkt bringt Börsen in Schwung

A plastic bull figurine, symbol of the Frankfurt stock exchange is pictured in front of the share price index DAX board at the stock exchange in Frankfurt, Germany, May 8, 2017. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Frankfurt (Reuters) - Der stärkste Stellenaufbau in den USA seit zehn Monaten hat Europas Aktienanleger zum Wochenschluss in Kauflaune versetzt.

Der Dax kam am Freitag noch richtig in Schwung und legte rund 0,9 Prozent auf 13.166,58 Punkte zu. Der EuroStoxx50 gewann 1,2 Prozent auf 3692,34 Zähler. An den US-Börsen ging es ebenfalls um mehr als ein Prozent aufwärts. Auch der US-Dollar war gefragt, im Gegenzug fiel der Euro auf 1,1050 Dollar. Auch Gold wertete um mehr als ein Prozent ab.

Im November wurden 266.000 Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft geschaffen. Experten hatten lediglich mit 180.000 gerechnet, nach einem Plus von 128.000 im Vormonat. “Das ist ein ganz starkes Lebenszeichen von der US-Wirtschaft”, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. “Während die ganze Welt auf den Abschwung schaut, läuft der US-Jobmotor weiter auf Hochtouren.” Die separat ermittelte Arbeitslosenquote fiel um einen Tick auf 3,5 Prozent, was praktisch Vollbeschäftigung bedeutet. Die US-Notenbank, die diesem Ziel verpflichtet ist, entscheidet am Mittwoch wieder über den Leitzins.

Anleger hofften zudem auf ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk von US-Präsident Donald Trump. Dank seiner zuletzt versöhnlicheren Töne setzten sie auf eine Entspannung im Zollstreit mit China, sagten Börsianer. Trump sagte, die Verhandlungen mit China liefen gut. Entscheidend für Investoren bleibt, ob sich die beiden weltgrößten Volkswirtschaften einigen, bevor die geplante Verschärfung der US-Strafzölle auf chinesische Waren am 15. Dezember in Kraft treten sollen.

VERSCHÄRFTE FÖRDERBREMSE DER OPEC ZEIGT WIRKUNG

Die von der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihren Verbündeten beschlossenen erneuten Förderkürzungen trieben die Ölpreise an. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um mehr als zwei Prozent auf 64,88 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI kletterte um 2,4 Prozent auf 59,85 Dollar. Damit steuerte Brent auf einen Wochengewinn von vier Prozent und WTI von rund acht Prozent zu. Die Opec vereinbarte eine Drosselung ihrer Ölförderung um weitere 500.000 Barrel pro Tag (bpd) in den ersten drei Monaten 2020. Zudem will Saudi-Arabien um weitere 400.000 bpd zurückfahren. Unter dem Strich beläuft sich die Kappung des Ölkartells und seiner Verbündeten nach Angaben von Saudi-Arabien auf 2,1 Millionen bpd.

Der steigende Ölpreis spielt auch dem vor seinem Börsengang stehenden staatlichen Ölkonzern Saudi Aramco in die Hände, der am Mittwoch an der Börse Riad debütieren wird. Mit einem Emissionsvolumen von 25,6 Milliarden Dollar wäre dies der größte Börsengang aller Zeiten.

CARL ZEISS ENTTÄUSCHT MIT AUSBLICK

Besonders gefragt waren europaweit Aktie aus den Sektoren Finanzen und Einzelhandel. Papiere von Deutsche Bank stiegen um 1,2 Prozent auf 6,52 Euro, nachdem die Staatsanwaltschaft das Geldwäscheverfahren gegen die Deutsche im Zusammenhang mit den “Panama Papers” ad acta gelegt hat. Zudem rückte Carl Zeiss Meditec ins Rampenlicht, die Anteilsscheine rutschten um 6,4 Prozent ab. Die Medizintechnik-Firma enttäuschte Börsianer mit ihrem Margenausblick für das Geschäftsjahr 2019/2020.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below