July 9, 2019 / 11:42 AM / 8 days ago

Konjunktursorgen belasten Wall Street - Fed im Blick

Bull and bear symbols for successful and bad trading are seen in front of the German stock exchange (Deutsche Boerse) in Frankfurt, Germany, February 12, 2019. REUTERS/Kai Pfaffenbach

New York (Reuters) - Aus Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen des anhaltenden Zollstreits zwischen den USA und China haben sich Anleger am Dienstag von der Wall Street zurückgezogen.

Außerdem drückten Börsianern zufolge schwindende Hoffnungen auf aggressive Zinssenkungen der Notenbank (Fed) auf die Stimmung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum frühen Nachmittag in New York um 0,4 Prozent auf 26.711 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 ließ 0,1 Prozent auf 2973 Punkte Federn. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich dagegen um moderate 0,3 Prozent auf 8123 Zähler.

Sollte Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch bei seiner halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress eine Zinssenkung ausschließen oder entsprechende Erwartungen dämpfen, seien Turbulenzen an den Finanzmärkten zu erwarten, sagte Michael Metcalfe, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters State Street Global Markets. Obwohl führende Notenbanker wiederholt betont hätten, dass eine Zinssenkung im Juli noch nicht ausgemachte Sache sei, und viele Volkswirte ebenfalls keine Notwendigkeit hierfür sähen, rechneten Anleger fest mit einem solchen Schritt.

In ihrem Handelskonflikt haben sich die USA und China zwar auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen geeinigt. US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow betonte allerdings, dass es keine Frist für eine Einigung gebe. Unter anderem wegen dieser Unwägbarkeiten äußerten sich die Analysten der Investmentbank RBC Capital Markets zurückhaltender über die Geschäftsaussichten des Mischkonzerns 3M. Die Aktien des Anbieters von “Post-It”-Haftnotizzetteln verloren 2,6 Prozent. Die Titel anderer Unternehmen mit einem großen China-Geschäft wie des Chipherstellers Intel gaben 0,3 Prozent nach.

Ein halbes Prozent aufwärts ging es für Cisco Systems. Der US-Netzwerkausrüster will den Komponentenhersteller Acacia Communications für rund 2,8 Milliarden Dollar übernehmen. Der Kaufpreis werde in bar gezahlt, teilte Cisco mit. Der Abschluss der Übernahme wird in der zweiten Hälfte 2020 erwartet. Die in Maynard, Massachusetts, ansässige Acacia entwickelt und produziert optische Komponenten und zählt Telekommunikationsdienstleister wie auch Betreiber von Rechenzentren zu ihren Kunden. Acacia-Scheine sprangen 35 Prozent in die Höhe.

Unterstützung erhielt die Nasdaq auch von Netflix mit einem Kursplus von rund zwei Prozent. Der Video-Streaming-Dienst hatte zuvor von einem Zuschauerrekord bei der dritten Staffel der Serie “Stranger Things” berichtet.

Aus Furcht vor einer enttäuschenden Bilanzsaison zogen sich Anleger auch aus den europäischen Aktienmärkten zurück. Der Dax verlor am Dienstag 0,9 Prozent auf 12.436 Punkte, und der EuroStoxx50 büßte 0,4 Prozent auf 3509 Zähler ein.

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