June 21, 2018 / 9:21 AM / 4 months ago

Saudi-Arabien und Argentinien kommen in MSCI-Schwellenländerindex

Frankfurt (Reuters) - Saudi-Arabien und Argentinien werden vom Börsenindex-Anbieter MSCI künftig als Schwellenländer gewertet.

The MSCI logo is seen in this June 20, 2017 illustration photo. REUTERS/Thomas White/Illustration

Mitte 2019 würden Unternehmen aus diesen beiden Staaten in die entsprechenden Marktbarometer aufgenommen, teilte MSCI in der Nacht zum Donnerstag mit. Für Argentinien ist es ein Comeback. Das lateinamerikanische Land musste 2009 absteigen, nachdem die damalige Präsidentin Cristina Fernandez Kapitalkontrollen eingeführt hatte. Die aktuelle Regierung unter Mauricio Macri lockerte die Regelungen wieder.

Viele Vermögensverwalter und Anbieter börsennotierter Fonds (ETFs) orientieren sich an Aktienindizes. Allein auf den Indizes von MSCI basieren Geldanlagen im Volumen von 14 Billionen Dollar. Das entspricht etwa dem Vierfachen der jährlichen Wirtschaftsleistung Deutschlands.

“Die Aufnahme Saudi-Arabiens und Argentiniens vergrößert die Vielfalt innerhalb der Schwellenländer-Indizes, in denen südasiatische und technologielastige Märkte wie China, Südkorea und Taiwan ein immer größeres Gewicht bekommen”, sagte Analyst Todd Rosenbluth vom Research-Haus CFRA. Er rechne damit, dass Anleger bis zum offiziellen Aufstieg der beiden Länder verstärkt in börsennotierte Fonds mit Werten aus Saudi-Arabien und Argentinien investieren werden. Die Experten der Investmentbank EFG Hermes sagen allein für Saudi-Arabien einen zusätzlichen Kapitalzufluss von bis zu 45 Milliarden Dollar in den kommenden beiden Jahren voraus.

Der Leitindex der Börse in Riad hat sei Jahresbeginn gut 13 Prozent zugelegt. Der ETF auf saudiarabische Werte gewann sogar mehr als 16 Prozent. Der MSCI-Schwellenländerindex verlor dagegen knapp sechs Prozent.

Bei argentinischen Werten würden allerdings nur die ausländischen Notierungen berücksichtigt, betonte MSCI. An der Börse in Buenos Aires seien die Handelsumsätze bislang zu gering. Finanzminister Nicolas Dujovne erhofft sich vom Aufstieg seines krisengebeutelten Landes sinkende Kreditkosten, steigende Investitionen und mehr Wachstum.

Der Index-Anbieter kündigte außerdem an, 2019 die Aufnahme Kuwaits in die Gruppe der Schwellenländer zu prüfen. Im vergangenen Jahr errang China diesen Prestigeerfolg. 222 sogenannte A-Aktien, die in der Landeswährung Renminbi gehandelt werden, schafften den Aufstieg.

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