February 15, 2018 / 2:36 PM / 8 days ago

Europas Börsen klettern weiter nach oben - Airbus heben ab

Frankfurt (Reuters) - Die Anleger an den europäischen Börsen haben auch am Donnerstag ihre Zinsängste beiseitegeschoben.

Der Dax legte 0,4 Prozent auf 12.392 Zähler zu, der EuroStoxx50 gewann 0,8 Prozent auf 3396 Punkte. “Man hofft, dass es sich beim jüngsten Anstieg der US-Teuerungsrate um einen temporären Anstieg handelt und nicht um den Beweis, dass die Inflation nun nachhaltig anzieht”, sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Die momentan an den Finanzmärkten viel beachteten US-Verbraucherpreise waren im Januar überraschend deutlich um 2,1 Prozent gestiegen.. Damit stieg laut Analysten die Wahrscheinlichkeit schneller steigender Zinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft.

Für die Wall Street signalisierten die US-Futureseine freundliche Eröffnung. Die US-Erzeugerpreise fielen in etwa wie erwartet aus und bewegten die Kurse zunächst kaum. Auch die Konjunkturindizes für Philadelphia und New York brachten keine neuen Erkenntnisse.

Schon am Mittwoch hatten die Börsen dies- und jenseits des Atlantiks unerwartet starke Inflationsdaten relativ gelassen hingenommen. Händler vermuteten, dass vieles inzwischen schon in den Kursen berücksichtigt ist. Schon seit einiger Zeit spekulieren Anleger darauf, dass die US-Notenbank vier statt wie bislang signalisiert drei weitere Zinsschritte in diesem Jahr wagen könnte. An den Aktienmärkten führte das vor einigen Tagen zu einem Ausverkauf, denn seit der Finanzkrise vor zehn Jahren hängen sie am Tropf der Notenbanken, die bislang nur vereinzelt und behutsam die Geldflut verringert haben. Dax und EuroStoxx verloren seit Monatsbeginn gut sechseinhalb Prozent, der Dow-Jones-Index kommt auf ein Minus von knapp fünf Prozent.

Die US-Notenbank hat den Leitzins zuletzt im Dezember auf die Spanne von 1,25 bis 1,5 Prozent angehoben. Der Dollar konnte von den Spekulationen auf schneller steigende US-Zinsen kaum profitieren. Am Donnerstag kletterte der Euro zeitweise auf 1,2510 Dollar.

SCHWACHER BÖRSENEINSTAND VON INSTONE

Größter Gewinner unter den europäischen Topwerten im EuroStoxx50 waren Airbus, die in Paris im Standardwerte-Index CAC40 und in Frankfurt im MDax gelistet sind. Sie schossen zeitweise um elf Prozent in die Höhe auf 93,47 Euro. Die Zahlen seien besser als erwartet ausgefallen, schrieben die Analysten von Independent Research. “Die Ziele für 2017 hat Airbus durchweg übererfüllt.” Auch die Dividende steige stärker als vorhergesagt. Die Analysten kassierten ihre Verkaufsempfehlung und stuften die Aktien auf “halten” hoch. Das Kursziel erhöhten sie auf 92 von 83 Euro.

Ebenfalls ganz oben im EuroStoxx50 und im CAC40 standen die Papiere von Schneider Electric. Der französische Elektronikkonzern überraschte trotz Gegenwind durch den starken Euro mit seiner Gewinnmarge. Die Aktien kletterten um bis zu 6,6 Prozent auf 73,80 Euro. Auch Linde-Konkurrent Air Liquide punktete mit seinen Geschäftszahlen bei den Anlegern. Die Aktien legte 3,7 Prozent auf 102,20 Euro zu. Linde gaben dagegen 0,4 Prozent nach.

Lange Gesichter gab es dagegen beim Börsenneuling Instone, dessen Aktien zum Börsendebüt unter den Ausgabekurs von 21,50 Euro rutschten. Zeitweise notierten die Titel Essener Wohnimmobilien-Entwicklers nur noch bei 21,05 Euro. Auch für die in der vorigen Woche an die Börse gekommenen Dermapharm-Aktien läuft es seither alles andere als rund. Am Donnerstag notierten die Aktien des Arzneimittelherstellers mit 26,81 Euro deutlich unter dem Ausgabekurs von 28 Euro.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below