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Marktnachrichten

Euro-Gipfel gibt Fernost-Börsen Auftrieb

Tokio (Reuters) - Die Einigung der Euro-Länder im Kampf gegen die Schuldenkrise hat die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag beflügelt.

Die Anleger zeigten sich wieder risikofreudiger, nachdem die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone auf ihrem Sondergipfel in Brüssel in der Nacht einen Schuldenschnitt von 50 Prozent für das von der Pleite bedrohte Griechenland ausgehandelt und eine Stärkung des Rettungsfonds EFSF auf eine Schlagkraft von rund einer Billion Euro beschlossen hatten. Weil aber weiter Unsicherheit bestand, wie der EFSF gehebelt werden soll, hielten sich die Gewinne in Grenzen.

In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 1,4 Prozent auf 8871 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,5 Prozent auf 757 Zähler. Die Börse in Hongkong gewann 1,6 Prozent. Auch die Börsen in Südkorea, Taiwan und Australien notierten fester.

Experten mahnten vor zu großer Euphorie. “Die Blaupause liegt nun vor, aber es kommt alles nur kleckerweise zum Vorschein und nicht so klar, wie wir es uns erhofft haben”, sagte Analyst Jonathan Barratt von Commodity Broking Services. “Aber es ist ein Schritt vorwärts und jeder Schritt hält den Optimismus aufrecht. Allerdings ist die Aufgabe zu groß, um eine Ende abzusehen, und sollte es zu Verzögerungen kommen, könnte der Markt rasch seine Zuversicht wieder verlieren.”

Zu den größten Gewinnern bei den Einzelwerten gehörte der zuletzt arg gebeutelte japanische Kamera-Hersteller Olympus. Die Aktien stiegen um 20 Prozent, nachdem der Aufsichtsratsvorsitzende und Präsident Tsuyoshi Kikukawa infolge des Skandals um hohe Beratergebühren im Zusammenhang mit einer Übernahme am Vortag zurückgetreten war. Das Unternehmen bekräftigte abermals, dass es nicht gegen Gesetze verstoßen habe.

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