July 20, 2020 / 7:03 AM / 18 days ago

MÄRKTE-Anleger in Asien warten auf Durchbruch bei EU-Gipfel

    * Nikkei 0,1 Prozent fester
    * Japans Außenhandel sinkt erneut 
    * Börse in Shanghai legt 2,6 Prozent zu

    Frankfurt/Tokio, 20. Jul (Reuters) - Die Anleger an den
asiatischen Aktienmärkten haben sich zum Wochenanfang weitgehend
abwartend gezeigt. Im Fokus der Investoren stand vor allem das
Gipfeltreffen der Europäischen Union, auf dem die Staats- und
Regierungschefs über einen Plan zur Wiederbelebung der von der
Coronavirus-Pandemie gebeutelten Volkswirtschaften feilschen.
Nachdem in der Nacht noch kein Durchbruch erzielt wurde, wurden
die Beratungen abermals verlängert und sollen nun am Nachmittag
fortgesetzt werden. Zwischen den 27 EU-Ländern
herrscht Uneinigkeit darüber, wie ein billionenschwerer
Hilfsfonds aufgeschlüsselt werden soll und welche Bedingungen
für die Gelder gelten sollen.
    In Tokio machte der Nikkei-Index am Montag
anfängliche Verluste im Handelsverlauf wieder wett und schloss
mit 22.717 Punkten knapp 0,1 Prozent fester. Auf die Stimmung
drückten Export-Daten, wonach die Ausfuhren des Landes im Juni
den vierten Monat in Folge im zweistelligen Bereich
zurückgegangen sind. Auch ein weiterer Anstieg der
weltweiten Coronavirus-Fälle belastete die Märkte.
Zu den größten Verlierern gehörten australische Aktien,
die Börse in Sydney verlor 0,5 Prozent, nachdem die
Coronavirus-Fälle im Bundesstaat Victoria weiter zugenommen
haben.
    Dagegen lag die chinesische Börse in Shanghai 2,6
Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in
Shanghai und Shenzen legte ebenfalls knapp 2,6 Prozent
zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb
Japans notierte 0,8 Prozent fester. 
    "Das Engagement der EU-Staats- und Regierungschefs bei der
Ausweitung der Gespräche sowie Berichte über weitere Gespräche -
falls heute keine Einigung erzielt wird - zeigen den Wunsch, den
Hilfsfonds in irgendeiner Form hinzubekommen", sagte Tapas
Strickland, Analyst bei der australischen Bank NAB. Es sei
jedoch noch wahrscheinlich "ein sehr langer und kurvenreicher
Weg" bis zu einer Einigung. 
        
    Nachfolgend eine Übersicht mit den Kursveränderungen
ausgewählter Aktienindizes und Währungen:
 Indizes                             Stand      Veränderung 
                                                 in Prozent
 Nikkei                             22.717,48          +0,1 
 Topix                               1.577,03          +0,2 
 Shanghai                            3.305,68          +2,9 
 CSI300                              4.668,92          +2,7 
 Hang Seng                          25.113,97          +0,1 
 Kospi                               2.198,20          -0,1 
 Euro/Dollar                           1,1462               
 Pfund/Dollar                          1,2552               
 Dollar/Yen                            107,23               
 Dollar/Franken                        0,9392               
 Dollar/Yuan                           6,9852               
 Dollar/Won                          1.203,04               
    

    
 (Reporter: Swati Pandey, Sumeet Chatterjee; geschrieben von
Stefanie Geiger, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen
wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den
Telefonnummern 069-75651236 oder 030-28885168.)
  
 
 
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