October 11, 2018 / 3:28 AM / 11 days ago

MÄRKTE-Ausverkauf an Asiens Börsen

Sydney, 11. Okt (Reuters) - Die Kursverluste an der Wall Street haben am Donnerstag die asiatischen Aktienmärkte nach unten gezogen. Einen einzelnen Anlass für den Ausverkauf gab es nach Einschätzung von Händlern nicht. Vielmehr spiele ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren eine Rolle: Die Experten der ANZ nannten die steigenden Anleihenrenditen, die Warnungen des Internationalen Währungsfonds vor Risiken für die Finanzstabilität und die anhaltenden Handelsspannungen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel bis zum Mittag fast vier Prozent auf 22.591 Punkte, das war der stärkste Rückgang seit März. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor zeitweise 2,7 Prozent, notierte im Mittagshandel dann noch 0,3 Prozent schwächer. In China verlor der CSI300 mehr als vier Prozent. In den USA hatten am Mittwoch alle drei Indizes mehr als drei Prozent im Minus geschlossen. Sie reagierten damit insbesondere auf die höheren Renditen am Anleihenmarkt, welche festverzinsliche Papiere im Vergleich zu Aktien attraktiver machten. US-Präsident Donald Trump sprach von einer Kurskorrektur und kritisierte zugleich die US-Notenbank Fed: “Ich denke, die Fed ist verrückt geworden”, sagte er.

Für Verunsicherung sorgte auch die Abwertung der chinesischen Währung Yuan. Die chinesische Notenbank hat die Landeswährung die psychologisch wichtige Barriere von 6,9 durchbrechen lassen, der Dollar stieg daraufhin bis auf 6,9380 Yuan. Das hat auch andere Schwellenländer-Währungen abwerten lassen und den Zorn der USA auf sich gezogen, die unfaire Handelsvorteile vermuten. Mit der Abwertung der Währung reagiere die Regierung in Peking auch auf die US-Strafzölle, sagte Alan Ruskin, Stratege bei der Deutschen Bank.

Im Gegenzug legte der Yen zu, ein Dollar kostete 112,06 Yen. Der Euro stieg ebenfalls auf 1,1559 Dollar. Viele Investoren suchten Zuflucht in Ländern mit Überschüssen in der Leistungsbilanz. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9861 Franken je Dollar und 1,1399 Franken je Euro gehandelt. (Reporter: Wayne Cole, bearbeitet von Christina Amann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1312 oder +49 30 2888 5168.)

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