January 3, 2019 / 7:43 AM / 3 months ago

MÄRKTE-Konjunktursorgen belasten Asien-Börsen - Unruhe am Devisenmarkt

    Frankfurt/Shanghai, 03. Jan (Reuters) - Anleger in Asien
haben sich am Donnerstag nach einer Prognosesenkung des
US-Konzerns Apple zurückgezogen. Die Börsen in China,
Hongkong und Südkorea verloren jeweils rund ein halbes Prozent.
Der Index der Aktien im asiatisch-pazifischen Raum außerhalb
Japans büßte knapp zwei Prozent ein. Die Börsen
in Tokio blieben feiertagsbedingt geschlossen. Die
Terminkontrakte für den Nikkei-Index sackten jedoch
um 2,2 Prozent ab. Unter Druck standen Technologiewerte wie der
südkoreanische Apple-Rivale Samsung Electronics oder
der taiwanische iPhone-Auftragsfertiger Foxconn. 
    Apple hatte nach Börsenschluss an der Wall Street
mitgeteilt, sein Umsatzziel im abgelaufenen Quartal vor allem
wegen eines schwachen China-Geschäfts um mehrere Milliarden
Dollar zu verfehlen. Diese Aussage schürte Ängste
vor einer Verlangsamung der Konjunktur in China. Auch die
chinesische Zentralbank warnte davor, dass die Wirtschaft der
Volksrepublik weiter an Schwung verlieren könnte und es möglich
sei, dass das Wachstum im vierten Quartal 2018 unter die
Schwelle von 6,5 Prozent gefallen sei. Nun will die Notenbank
mit Anreizen dafür sorgen, dass auch kleinere Firmen leichter an
Kredite kommen. Das soll die Wirtschaft ankurbeln. 
    Besonders starke Auswirkungen hatten die Konjunkturängste
der Investoren am Devisenmarkt. Sie deckten sich vor allem mit
dem als sichere Anlage geltenden japanischen Yen ein. Der
Wechselkurs schoss in einem volumenschwachen Handel innerhalb
von Sekunden kräftig nach oben, durchbrach technische Hürden und
löste so in den Handelssystemen noch mehr Käufe aus. Der Dollar
fiel in der Spitze um 3,6 Prozent auf 104,96 Yen, erholte sich
später aber wieder auf rund 108 Yen. "Sieht aus, als hätten wir
einen 'Flash Crash' gehabt", sagte Ray Attrill, Währungsstratege
bei der National Australia Bank.
    Auch Währungen wie der australische und der neuseeländische
Dollar, der russische Rubel sowie die türkische Lira waren von
den Turbulenzen am Devisenmarkt betroffen. Analysten der
Commerzbank führten den "Flash Crash" vor allem darauf zurück,
dass das Handelsvolumen vergleichsweise gering war. Zudem sei
die Grundstimmung bei Investoren derzeit ohnehin schlecht. Die
Prognosesenkung von Apple sei dann nur noch der Tropfen gewesen,
der das Fass zum Überlaufen gebracht habe.
    Nachfolgend eine Übersicht mit den Kursveränderungen
ausgewählter Aktienindizes und Währungen:
 Indizes                             Stand      Veränderung 
                                                 in Prozent
 Nikkei                           Kein Handel               
 Topix                            Kein Handel               
 Shanghai                            2.464,36          +0,0 
 CSI300                              2.964,84          -0,2 
 Hang Seng                          25.048,12          -0,3 
 Kospi                               1.993,70          -0,8 
 Euro/Dollar                           1,1367               
 Pfund/Dollar                          1,2562               
 Dollar/Yen                            107,13               
 Dollar/Franken                        0,9857               
 Dollar/Yuan                           6,8729               
 Dollar/Won                          1.126,45               
    

    
 (Reporter: Andrew Galbraith, Patricia Uhlig, redigiert von
Sabine Ehrhardt Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die
Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1236 oder
030-2888 5168)
  
 
 
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