April 4, 2019 / 7:54 AM / 15 days ago

MÄRKTE-Fusionsfantasien lassen Coba-Aktien abheben - UniCredit fallen

Frankfurt, 04. Apr (Reuters) - Analysten sehen eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die italienische Rivalin UniCredit kritisch. “Ein solcher Deal könnte zwar mehr Sinn machen, als zwei strauchelnde Banken in Deutschland zusammenzubringen, aber es würden einige signifikante Hürden bestehen”, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Vor allem für die Italiener, denen in Deutschland die HypoVereinsbank gehört, wäre eine solche Milliarden-Transaktion mit hohen Risiken verbunden. Insidern zufolge liebäugelt die UniCredit mit einer Übernahme der Commerzbank, sollten die derzeit laufenden Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank scheitern.

Anleger griffen am Donnerstag bei Commerzbank-Aktien zu. Die im MDax notierten Titel stiegen um bis zu 3,7 Prozent auf 7,47 Euro. UniCredit-Papiere flogen dagegen aus den Depots. Sie gaben 1,8 Prozent auf 11,97 Euro nach. Auch die Aktien der Deutschen Bank rutschten ab. Mit einem Kursverlust von bis zu 2,6 Prozent auf 7,45 Euro waren sie einer der größten Verlierer im Dax.

Die von der “FT” berichtete Struktur eines Deals zwischen UniCredit und Commerzbank klinge komplex und suboptimal, da es schwer sei, Synergieeffekte auszumachen und eine Rest-Unsicherheit bezüglich der regulatorischen Kapitalvorschriften bestehen bleibe, schrieben die Analysten der US-Bank Jefferies. Laut der Zeitung wollen die Italiener mit einem bedeutenden Anteil die Kontrolle bei der Commerzbank übernehmen und diese dann mit der HypoVereinsbank fusionieren.

CMC-Markets-Experte Hewson verweist darauf, dass der italienische Bankenmarkt mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat. Die Geldhäuser dort sind hoch verschuldet. Zudem existierten für die UniCredit in der Türkei potenzielle Milliardenrisiken, sollte sich die wirtschaftliche und politische Situation in dem Land weiter verschlechtern. UniCredit ist an dem türkischen Institut Yapi Kredit beteiligt. (Reporterin: Patricia Uhlig, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1236 oder 030-2888 5168)

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