July 4, 2018 / 7:22 AM / 2 months ago

MÄRKTE-Handelssorgen bremsen Dax - Deutz nach China-Rückzug gefragt

Frankfurt, 04. Jul (Reuters) - Anleger am deutschen Aktienmarkt hat am Mittwoch wegen des weltweit schwelenden Handelsstreits der Mut verlassen. Der Dax startete 0,2 Prozent schwächer bei 12.320 Punkten.

Am Dienstag hatte der Leitindex nach der Einigung der Union im Asylstreit 0,9 Prozent zugelegt. Das Thema sei aber noch nicht vom Tisch, betonte die Helaba. Koalitionspartner SPD sowie die österreichische Regierung hatten Bedenken gegen die Pläne geäußert.

Auf die Stimmung drückten zudem die am Freitag in Kraft tretenden US-Zölle auf chinesische Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar. China werde auf US-Güter ebenfalls Zölle im gleichen Umfang erheben, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit der Situation vertrauten Person. US-Präsident Donald Trump befinde sich weiterhin auf Frontalkurs gegen China, betonte Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. Vor allem Technologiewerte wie Infineon mussten Federn lassen. Inmitten des Handelsstreits mit den USA hat ein chinesisches Gericht dem amerikanischen Halbleiterhersteller Micron offenbar den Verkauf von 26 Chip-Produkten in der Volksrepublik untersagt. Infineon-Titel gaben 1,5 Prozent nach.

Aktien von ThyssenKrupp gewannen 2,5 Prozent. Konzernchef Heinrich Hiesinger bekräftigte, nach der Abspaltung des Stahlgeschäfts den Mischkonzern weiter umzubauen. Zudem empfahl die UBS die Titel Händlern zufolge zum Kauf. Die Analysten stuften die Titel auf “Buy” von “Neutral” und hoben das Kursziel auf 30 von zuvor 24 Euro an.

Für Erleichterung sorgte ein Rückzug von Deutz aus seinem chinesischen Joint-Venture. Der Motorenbauer steigt aus dem Gemeinschaftsunternehmen “Deutz Dalian” vollständig aus und veräußert seine 50-prozentige Beteiligung an den Partner FAW. Die Aktien legten 2,5 Prozent zu.

Impulse von der Wall Street bleiben am Mittwoch aus. Die Weltleitbörse bleibt wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen. (Reporter: Anika Ross, redigiert von Christina Amann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1236 oder 030-2888 5168)

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