February 27, 2018 / 9:09 AM / 8 months ago

MÄRKTE-Mögliches Aus für Milliarden-Zukauf treibt Fresenius

Frankfurt, 27. Feb (Reuters) - Das mögliche Aus für die 4,4 Milliarden schwere Übernahme des amerikanischen Generika-Herstellers Akorn durch Fresenius hat die Aktien des deutschen Gesundheitskonzerns beflügelt. Die Titel schossen am Dienstag zeitweise um knapp vier Prozent auf 67,60 Euro in die Höhe und waren damit Spitzenreiter im Dax. Die Akorn-Aktien rauschten im nachbörslichen US-Handel vom Montag gut 40 Prozent in die Tiefe.

Fresenius hatte in der Nacht zum Dienstag mitgeteilt, unter Einbeziehung externer Sachverständiger zu prüfen, ob Akorn gegen Vorgaben der US-Gesundheitsbehörde verstoßen habe. Dabei gehe es um Angaben bei der Produktentwicklung. Der Deal stehe nun auf wackeligeren Beinen als zuvor, sagte Analyst Tom Jones von der Berenberg Bank. Ob dies eine gute Nachricht für die Kursentwicklung von Fresenius sei oder eine schlechte, sei zum jetzigen Zeitpunkt schwer einzuschätzen. “Einige Investoren wären sicher froh, wenn Fresenius davonlaufen würde. Aber das würde auch nicht ohne Kosten passieren und könnte einen langwierigen Rechtsstreit nach sich ziehen.” Ein Händler fügte hinzu, Investoren dürften nicht traurig sein über eine mögliche Absage des Deals, da sich das Geschäft von Akorn im vergangenen Jahr verschlechtert habe.

Betrachte man allein die Geschäftsergebnisse von Fresenius, sei die Entwicklung im vierten Quartal 2017 sowie die Prognose für 2018 positiv, sagte Berenberg-Analyst Jones. Das bereinigte Konzernergebnis stieg von Oktober bis Dezember um 22 Prozent auf 520 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 17 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro.

Der Fresenius-Tochter FMC konnte trotz eines optimistischen Ausblicks bei den Anlegern nicht punkten. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet das Dialyse-Unternehmen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund acht Prozent. Das Konzernergebnis solle um 13 bis 15 Prozent steigen. Die Aktien bildeten mit einem Abschlag von 3,4 Prozent das Schlusslicht im Dax. (Reporterin: Patricia Uhlig, Daniela Pegna, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1236 oder 030-2888 5168.)

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